Echte Hingucker am Weg

Stiftung Ars Natura prämierte drei Designobjekte von Studenten der Uni Kassel

Kreative Köpfe: Claudia Kaiser von der gastgebenden Firma Wikus begrüßte die Sieger des Ars Natura-Wettbewerbs. Von links Igor Vrana, (Uni Kassel), Dario Jessen (1. Platz, Foto rechts), Levin Koch (Uni Kassel), Sandrino Sander, künstlerischer Leiter des Ars Natura und Janosch Nowak, der mit den knallroten Sitzmöbeln „Kabinett“ den 2. Platz belegte. Fotos:  Brandau

Spangenberg/Kassel. Es sind oft unbedeutende Details, die sich plötzlich als das Maß aller Dinge entpuppen. Beim studentischen Wettbewerb „Gesehen werden" ging es um Objekte, die drinnen und draußen auffallen, schön, praktisch und transportabel zugleich sind.

Und vor allem - sie müssen auf den Auto-Anhänger von Sandrino Sandinista Sander passen.Denn der künstlerische Leiter des Ars Natura transportiert mit diesem Hänger die Objekte, die die ersten drei Plätze beim Wettbewerb belegten. Sie sollen künftig bei Veranstaltungen aufgestellt werden - als Möglichkeit zum Rasten, Ruhen, Informieren, Besprechen, Staunen und Genießen. Sander und die Uni Kassel stellten in der Spangenberger Firma Wikus die Sieger vor.

Das sind die drei Gewinner und ihre Entwürfe: 

• Dario Jessen und Kaspar Ehrhardt belegten dabei mit ihrem Entwurf „Seitenblick“ (siehe Foto) den 1. Platz. Der Pavillon besteht aus OSB-Platten, ist fünf Mal 2,5 Meter groß, bietet Wetterschutz und Sitzgelegenheiten, die durch Wände voneinander getrennt sind. Die Zwischenwände sollen Sichtschutz und Entschleunigung bieten - sie verhindern, dass man schnell durchmarschiert. Zudem kann er mitten in der Natur als Info-Terminal aufgestellt werden, an dem Wanderer Prospekte vorfinden.

• Zijian Han hat mit „Der Lampe“ ein sehr einfaches, aber zugleich sehr effektives Design-Stück entworfen und den 2. Preis gewonnen. Auf seinem Holzsockel kann man rasten - und ihn zur Belichtungsanlage machen. Dafür faltet sich eine klappbare Säule auf, in der eine Lampe integriert ist. Damit wäre „Die Lampe“ bei Nachtwanderungen der ideale Start- oder Zielpunkt.

• Janosch Nowak belegt mit dem „Kabinett“ den 3. Platz: Das sind neun mit knallrotem Teppich überzogene Quader, die kunterbunt gestellt und kombiniert werden können. Besuchergruppen können darauf sitzen oder stehen. Die roten Module haben eine starke Präsenz, fallen sowohl in der Stadt als auch in der Natur auf, zudem sind sie einfach zu transportieren, da sie zusammengesteckt werden können.

Der 1. und 3. Platz sollen realisiert und eingesetzt werden, der Pavillon Seitenblick soll in Nausis nahe des Wasserhäuschens dauerhaft aufgebaut werden. „Die Lampe“ sei ein innovatives Projekt, aber doch zu anfällig, um in freier Natur eingesetzt zu werden, sagte Sander. Die anderen beiden Objekte sollen künftig bei Veranstaltungen am Ars Natura, bei denen der Förderregion Mittleres Fuldatal oder von Tourist-Informationen zum Einsatz kommen.

Nicht als Kunstwerke, sondern als Designerobjekte, die den Ars Natura bereichern sollen. Und die mit ihrem ungewöhnlichen Äußeren dafür sorgen, dass er das bekommt, was er verdient hat: dass er von immer mehr Menschen gesehen wird.

Beim „Idee und Form“ handelt es sich um ein Stegreifentwurfs-Seminar an der Uni Kassel. Dabei wird eine reale Wettbewerbs-

situation geschaffen, indem die Studenten zu einem vorgegebenen Oberthema Ideen entwickeln sollen. In diesem Jahr lautete dieses Thema „Gesehen werden“. Die Objekte sollten zum einen bei Veranstaltungen und Ausstellungen auffallen und Aufmerksamkeit erregen, zum anderen konstruktiv durchdacht sein. Zudem soll man sie sowohl drinnen als auch draußen aufstellen können. Sechs Entwürfe gingen ein, drei wurden prämiert. Der 1. Preis war mit 300 Euro, der 2. mit 200 Euro, der 3. mit 100 Euro dotiert.

Von Claudia Brandau

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