700 Jahre Herlefeld

Tausende Besucher beim Stehenden Festzug in Herlefeld

Handwerkskunst seit Urgroßvaters Zeiten: Karl-Heinz Thomas aus Herlefeld demonstrierte das Rechenmacher-Handwerk. Dauerte die Herstellung eines Rechens vor hundert Jahren noch einen halben Tag, benötigt Thomas heute nur noch 20 Minuten. Fotos: Nolte

Herlefeld. Beim Stehenden Festzug am Sonntag waren zwischenzeitlich alle Parkplätze auf den Wiesen belegt. Tausende Besucher flanierten durchs Dorf und bestaunten die 153 Stände, die auf den Höfen aufgebaut waren. Dort gab es regionale Handwerkskunst und heimische Traditionen.

Karl-Heinz Thomas, alteingesessener Herlefelder, stellte seinen mobilen Werkstattwagen zur Schau. Damit stellt er Heurechen her – ein Handwerk, das schon sein Urgroßvater seit 1905 betrieb. „Früher hat die Fertigung eines Rechens den halben Tag gedauert – mit moderner Technik brauche ich heute keine 20 Minuten.“

Für Familien stellte das „Kinderland“ den Höhepunkt des Festes dar: An zehn Stationen konnten sich die Kinder austoben: beim Bungeerunning, an der Kletterwand und beim Ponyreiten. „Wir finden es wahnsinnig toll, dass bei solchen Veranstaltungen auch mal den kleinen etwas geboten wird“, fand beispielsweise Katja Stiel, die mit Mann und Kindern aus Lispenhausen nach Herlefeld, „hier gibt es so viel zu machen, dass wir noch keine Zeit hatten, uns irgendetwas anderes anzuschauen.“

Dass das Fest zu einem solchen Erfolg wurde, war vor allem der umfangreichen Vorbereitung zu verdanken. Gleichwohl gibt Ortsvorsteher und Vorsitzender des Festausschusses, Dieter Horn, zu: „Ich hatte anfangs meine Zweifel, ob das was wird. Dass es am Ende in dieser Dimension geklappt hat, ist eine Meisterleistung von allen.“ Wesentlichen Anteil hätten auch die Nachbardörfer daran, die immer helfend zu Seite standen.

Tausende Besucher beim Stehenden Festzug

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