Vier Generationen helfen bei der Organisation

Weltgebetstag: Uroma und Enkelin ziehen an einem Strang

+
Vier Frauen aus einer Familie: von links Marie Brassel (87), Elke Brassel (61), Silke Winter (44) und Lara Winter (14) sind ein Teil des Organisationsteams, das den diesjährigen Weltgebetstag in Bergheim auf die Beine stellt.

Bergheim. Das gab es noch nie: Marie, Elke, Silke und Lara sind Uroma, Oma, Mutter und Enkelin - sie machen bei der Organisation des Weltgebetstags in Spangenberg-Bergheim mit.

Marie Brassel (87), Elke Brassel (61), Silke Winter (44) und Lara Winter (14) bereiten sich seit fünf Wochen gemeinsam auf den heutigen Weltgebetstag vor. Als Familie tauchen sie in die Kultur der im Atlantik liegenden Bahamas ein.

Bahamische Tradition: Renate Heinemann (links) bekommt von Wilma Blumenstein die Füße gewaschen.

Uroma Marie Brassel und Urenkelin Lara Winter gestalten eine gemeinsame Szene: Mit 87 Jahren schlüpft sie in die Rolle der Bahamesin Gertrud Burnside, die 1950 auf den Bahamas den ersten Weltgebetstag feierte. Damals trugen die Teilnehmerinnen alle weiße Kleidung. „Heute wird der internationale Gebetstag auf den Bahamas bunt gefeiert“, erklärt die Konfirmandin Lara. Deshalb werden heute beim Weltgebetstag in Bergheim weiße Oberteile und bunte Scherpen getragen. „Alte und neue Traditionen vermischen sich“, erklärt Pfarrerin Ilona Grenzebach. Sie ist auch eine der Frauen, die sich an der Gestaltung des Gottesdienstes beteiligt.

Für die vier Frauen der Familie Brassel-Winter ist dies ein besonderer Weltgebetstag. Uroma Marie weiß gar nicht mehr, an wie vielen sie schon mitgewirkt hat; für Lara ist es zwar der erste, aber nicht der letzte. Mutter Silke Winter weiß: „Für unsere Familie ist dieser Weltgebetstag etwas ganz Besonderes und in drei Jahren schaffen wir es noch einmal.“

Zwei Jungs sind auch dabei 

Jedes Jahr wird der Weltgebetstag in Bergheim von vielen Frauen unterstützt - vor drei Jahren, beim letzten Bergheimer Weltgebetstag, waren es 17 Gemeindemitglieder, jetzt insgesamt 23. „Die Konfirmanden werden in jeden Weltgebetstag integriert“, berichtete Pfarrerin Ilona Grenzebach. Deshalb wirken diesmal Maik und Julian mit. Die beiden Konfirmanden übernehmen die Rollen von Jesus und Petrus, sie zeigen die wichtige Bedeutung der Fußwaschung innerhalb des bahamischen Gottesdienstes, die heute auch in Bergheim integriert wird.

Vor allem die Probleme der bahamischen Bevölkerung machen die Bergheimer Frauen nachdenklich. Im Gottesdienst werden Themen wie die dort herrschende Gewalt gegen Frauen, die große Anzahl von Migranten und die hohe Brustkrebsrate thematisiert.

„Wir erfahren, wie viele Probleme der bahamische Inselstaat hat und nutzen die Gelegenheit, endlich einmal darüber zu sprechen. Heute Abend kann keiner davor mehr die Augen verschließen“, sagt Mitorganisatorin Renate Heinemann.

Von Christiane Geier

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.