In den nächsten Wochen

Zwei Pächter wollen Schloss Spangenberg betreiben - Entscheidung erwartet

Tolle Kulisse, harte Verhandlungen: Das Land Hessen als Eigentümer des Schlosses Spangenberg will demnächst die Entscheidung fällen, wer es künftig bewirtschaften soll. Im Foto vorne auch der alte Küchenanbau, der beim Umbau abgerissen werden soll. Foto:  Brandau

Spangenberg. Es bleibt spannend: Das Hessische Immobilienmanagement (HI) will die Frage, welcher Pächter das Schloss Spangenberg demnächst bewirtschaften soll, in den nächsten Wochen definitiv klären.

Aus den Reihen der Bewerber sind zwei Interessenten übrig geblieben. Und die seien so ernsthaft interessiert, dass in den nächsten Wochen ein Vertrag mit einem von beiden abgeschlossen werden soll, sagt Ulrich Kist, Sprecher des HI. Um wen es sich bei den Interessenten handelt, will Kist nicht sagen. Nur so viel: Der eine komme aus der Region, der andere sei von weiter weg.

Beide seien erfahrene Gastronomen und beide hätten sehr klare Vorstellungen von der Art, wie denn die Bewirtschaftung über den Dächern der Stadt künftig aussehen soll.

Allerdings weichen diese Vorstellungen auch durchaus von den Planungen ab, die das Immobilienmanagement zwischenzeitlich ausgearbeitet hatte.

Deshalb laute zurzeit die entscheidende Frage, ob denn das Land Hessen sein Budget mit den Vorstellungen der Interessenten in Einklang bringen kann, ohne dass dies neue Kosten verursache. „Wir müssen jetzt nicht alles komplett auf den Kopf stellen“, sagt Kist, „aber wir müssen es noch einmal überdenken.“

Neue Ideen zu realisieren sei machbar, allerdings belaste jede neue Planung das Budget des Landes: Das will zwei Millionen Euro ins neue Lokal investieren, barrierefreie Zugänge, eine neue Küche, Verschönerungen aller Art bieten. Dieser Etat aber schrumpfe bei allen Umplanungen immer weiter zusammen.

Dennoch zeigt sich Kist optimistischer denn je zuvor, dass er bald den Namen des künftigen Pächters bekannt geben kann. „Beide Gastronomen wollen das Lokal unbedingt übernehmen. Es sollen eben nur manche Dinge anders gestaltet werden - ohne dabei das Budget des Landes zu sprengen.“

Aber noch seien Umplanungen möglich, denn alle von den Bewerbern unterbreiteten Vorschläge hätten Hand und Fuß und damit auch Sinn. Deshalb stünden noch einige Gespräche an. Für Ulrich Kist steht fest: „Sobald wir die letzten Debatten geführt und Einigungen erreicht haben, entscheiden wir uns - und dann machen wir den Deckel zu, dann werden die Verträge unterschrieben.“

Für den Geschäftsbereichsleiter des HI in Wiesbaden wäre es dafür nach vielen Verhandlungen auch an der Zeit: „Das Schloss steht seit Jahren leer, jetzt sollte es wirklich endlich wieder belebt werden - wir haben ja einen langen langen Anlauf genommen, um das hinzukriegen. Jetzt muss es einfach klappen.“

Davon würde nicht nur die Stadt Spangenberg, sondern auch das Land Hessen profitieren: Denn dann fließe ja auch wieder eine Pacht.

Von Claudia Brandau

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