Sie stieß die Taizé-Nacht an

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Ökumene ist ihr wichtig: Sandra Scholz (41) ist ab September im Dekanat Rodgau für Mission und Ökumene zuständig und wird Pfarrerin der Gemeinde Heusenstamm bei Offenbach. Neben dem Engel in ihrem Garten zeigt sie ein Bild, das im Konfirmandenunterricht entstanden ist. Es soll ein ihr wichtiges Anliegen verdeutlichen: Der Dialog zwischen Menschen und Religionen.

Melsungen. Melsunger Pfarrerin tritt am 15. September neue Stelle im Landkreis Offenbach an.

Vorfreude auf die neuen Aufgaben und Wehmut über das, was sie zurücklassen muss, halten sich bei Sandra Scholz derzeit die Waage. Die 41-jährige Pfarrerin für Melsungen und Obermelsungen geht in ihre letzten Wochen in der Bartenwetzerstadt. Ab dem 15. September tritt sie eine neue Stelle im Landkreis Offenbach an.

Am 1. Mai 2006 hatte Sandra Scholz ihr erstes Pfarramt in Melsungen übernommen, war die ersten sieben Jahre für die Kinder- und Jugendarbeit zuständig, dann für die Geschäftsführung. „Gerade die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen hat mir immer sehr viel Spaß gemacht“, sagt Scholz.

Fasziniert von Afrika

Geboren wurde die 41-Jährige in Schlotzau in der Nähe von Fulda. Nach dem Abitur studierte sie Theologie in Heidelberg und Tansania an der Universität Makumira. Überhaupt: Afrika hat es Scholz angetan. „Mein Heimatkirchenkreis hat eine Partnerschaft mit Tansania. Schon als Kind war ich fasziniert und wollte einmal dorthin“, erzählt die 41-Jährige.

Fast ein Jahr habe sie dort zum Studium verbracht und sei auch danach noch dreimal dort gewesen.

Schon seit vielen Jahren engagiert sich Sandra Scholz im Bereich Ökumene: „Die Gemeinde sollte ein Ort sein, wo Menschen zusammenkommen und sich begegnen. Sie sollte offen für Außenstehende sein“, sagt die Pfarrerin. Im Auftrag der Landeskirche ist sie ehrenamtlich für Mission und Ökumene im Einsatz. Der Dialog zwischen Menschen und Religionen ist eines ihrer größten Anliegen.

Hobby wird zum Beruf

Mit der neuen kombinierten Stelle könne sie ein Stück weit ihr Hobby zum Beruf machen, sagt Sandra Scholz. Für das Dekanat Rodgau wird sie für Mission und Ökumene zuständig sein, in der Gemeinde Heusenstamm übernimmt sie das Pfarramt. „Was ich bislang ehrenamtlich gemacht habe, wird im Dekanat Rodgau jetzt ein klarer Aufgabenbereich meiner Arbeit“, freut sich Scholz.

Vieles werde sie aber auch vermissen, betont Sandra Scholz. „Gerade konkrete Begegnungen mit Menschen sind schöne Momente gewesen. Ich habe viel Offenheit in der Gemeinde erfahren und konnte neue Projekte entwickeln und anstoßen.“ Dazu gehören unter anderem die monatliche Taizé-Nacht, das Tischabendmahl am Gründonnerstag und das Kontaktcafé, das Scholz sehr am Herzen liegt. „Es gab immer Leute, die mitgedacht und geholfen haben. Man konnte sich darauf verlassen, dass man nicht alleine ist“, resümiert Scholz ihre Zeit in Melsungen. Das müsse jetzt neu entstehen.

Ihren Abschied feiert Sandra Scholz am Sonntag, 13. September, ab 14 Uhr in der Stadtkirche in Melsungen. Gäste seien danach zu Kuchen und Bratwurst eingeladen.

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