Fahrlehrer fordert Verkehrsspiegel und Gehweg-Parkschilder, um Gefahrensituationen zu entschärfen

Die Straßen sicherer machen

Koudougou-Allee: Ein Begrenzungspoller würde laut Fahrlehrer Hans-Jürgen Nägel für mehr Sicherheit sorgen. Foto: Moriße

Melsungen. Er weiß, wo es brenzlich wird: Hans-Jürgen Nägel ist Fahrlehrer und täglich auf den Straßen in Melsungen unterwegs. „Es gibt so viele unübersichtliche Ecken, da muss dringend etwas getan werden“, sagt er. Mit einfachen Mitteln, die er weder für übertrieben noch für finanziell unzumutbar hält, könnten in seinen Augen Gefahrensituationen entschärft werden. (1) Lindenbergstraße/Am Hang: Wenn er von der Lindenbergstraße in Richtung Gumbertsweg fährt, findet Hans-Jürgen Nägel die Straßenecke schwer einsehbar. Wer der Vorfahrtsstraße nicht folgt, sondern nach links zum Am Hang abbiegt, müsse weit vorfahren, um die Straße komplett einzusehen. So weit, dass der Fahrer dann mit seinem Auto bereits auf der Gegenspur steht. Nägel fordert daher einen Verkehrsspiegel. (2) Koudougou-Allee: Die Straße ist, wie ein Verkehrsschild an beiden Enden markiert, nur für Fußgänger und Radfahrer frei. „Wer von der Dreuxallee mit dem Auto zum Parkplatz der angrenzenden Zweifeldsporthalle will, muss aber über genau diesen Weg fahren“, sagt Nägel. Sinnvoll sei es daher, das Verkehrsschild um ein paar Meter nach hinten zu verschieben. Und noch etwas ärgert Nägel. Ihm sei schleierhaft, warum am anderen Ende der Koudougou-Allee der Begrenzungspoller nicht wieder aufgestellt werde. Autofahrer könnten den Weg als Abkürzung missbrauchen und das Leben von Fußgängern gefährden. (3) Zum Pfieffrain/Meisenweg: Am Meisenweg, an dem rechts vor links gilt, hält kaum ein Autofahrer an, hat der Fahrlehrer festgestellt. Nägel: „Wenn hier ein Anwohner aus der Straße kommt, kann er sich nur ganz vorsichtig vorantasten.“ Und tatsächlich, bei einem nicht repräsentativen Test bremst von 20 Autofahrern nur einer. Mehr als die Hälfte blickte noch nicht einmal nach rechts. (4) Evesham-Allee: Das werktags von 6 bis 19 Uhr geltende Parkverbot an der Evesham-Allee ist laut Nägel unvorteilhaft. Einerseits fehle den Berufsschülern, die mit dem Auto kommen, in der Woche der Platz zum Parken. Abends oder an den Wochenenden hingegen seien zahlreiche Autos an der Straße abgestellt, so dass es bei entgegenkommenden Fahrzeugen auf der Straße eng werde. Nägels Vorschlag: Parken auf dem Gehweg. (5) Korneliusgraben: Parken auf dem Gehweg, das sei auch am Korneliusgraben auf Höhe der Schweriner Straße angemessen, findet der Fahrlehrer. Hier stehen oft geparkte Autos am Straßenrand, so dass nur noch ein fahrendes Auto dazwischenpasst.

Von Stefan Moriße

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