FDP: Keine falschen Hoffnungen wecken

Stromtrasse: Ein taktisches Nein

Melsungen. Mit Blick auf die geplante Hochspannungs-Stromtrasse durch den Kreisteil fordern nun auch die Melsunger Stadtverordneten, dass die Strom-Autobahn im Stadtgebiet nicht als Freileitung, sondern in der Erde verlegt wird. Einen entsprechenden Beschluss fasste das Stadtparlament am Donnerstag.

Man wolle im Schulterschluss mit Nachbargemeinden politischen Druck erzeugen, sagte Volker Wagner (SPD). Die Warnungen vor Risiken durch Elektrosmog seien wissenschaftlich fundiert, die Öffentlichkeit stehe solchen Projekten zunehmend kritisch gegenüber.

Man müsse sich allerdings darüber im Klaren sein, dass die Erdkabel-Forderung juristisch nicht durchsetzbar sein werde, bemerkte Heinrich Grede (FDP). Da sich die Stromplaner an geltendes Recht hielten, dürfe die Politik vor den Menschen nicht den Eindruck erwecken, eine Freileitung sei durch solche „unrealistischen Forderungen“ verhinderbar. Außerdem müsse klargemacht werden, dass sich die viel höheren Kosten eines Erdkabels beim Strompreis niederschlagen würden. Dem politischen Ansinnen stimme die FDP allerdings zu.

Für die CDU forderte Reinhold Thiemann, dass die Belange der Menschen Vorrang vor Profitinteressen haben müssten. Thiemann verwies auf die Planung der Autobahn 44, bei der „jeder Kammmolch und jedes Pfeifengras“ aufwändige und teure Nachbesserungen nach sich zögen. Bei der Strom-Autobahn müsse eigentlich mit den gleichen strengen Maßstäben gemessen werden, forderte er. (asz)

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