Projekt an der Radko-Stöckl-Schule

Theater verwandelt Mathe in Musik

Melsungen. Mathematische Strukturen mit Musik und Darbietung darstellen - das ist das Thema des FLUX- Projektes der Radko-Stöckel-Schule (RSS).

Es wird vom Ministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert und vom Kultusministerium finanziert. Am Mittwoch werden die Ergebnisse aufgeführt.

Das fünftägige Projekt endet mit einer Werkstattaufführung. Insgesamt 14 Schüler nehmen teil. Sie konnten sich im Vorfeld für das Projekt anmelden. In Gruppen arbeiten sie eine Darstellung aus, die sich mit mathematischen Strukturen auseinandersetzt. Bespielt werden unterschiedliche Räumlichkeiten.

Eine Darbietung wird in der Küche stattfinden. Die Proben der Gruppe mussten aber erst einmal in einen anderen Raum weichen. Trotzdem wurde versucht, alles originalgetreu nachzustellen. Die Darsteller zeigen eine systematische Abfolge von Bewegungen. Die Küchenzeile diene als Koordinatensytem.

Sturheit der Mathematik

Es solle kein Gefühl dabei sein und die Bewegungen sollen maschinenartig ablaufen, erzählen die fünf Gruppenmitglieder. Zudem wolle man damit die Sturheit der Mathematik demonstrieren. Einen systematischen Schnitt wollen sie mit einem Lied hervorrufen. Dieses wird von Romano Lemmer musikalisch und gesanglich vorgetragen. Es handelt sich um eine Eigenkomposition. Dabei möchte man von der systematischen Performance zu einer gefühlvollen Vortragsweise übergehen.

Eine Musikgruppe beschäftigt sich mit digitaler und akkustischer Musik. Besonders Klassiklieder stünden stark in Verbindung mit Mathe. Die klassische Musik, zum Beispiel Bach, solle mit digitalen Strukturen durch eine E-Gitarre einen Bruch erfahren, berichten die Teilnehmer.

Im Keller der Schule wirdebenfalls fleißig geprobt. Dort arbeiten fünf Schüler noch am Inhalt ihrer Performance. „Die Grundidee haben wir schon, jetzt müssen wir noch an dem Text und der Darstellung arbeiten,“ erzählt Janik Menze. Mathematische Beweismethoden sollen Thema sein. Im Vordergrund steht, wie ein Objekt das andere manipuliert. Die Zuschauer sollen von einer geordneten Struktur ins Chaos gelangen.

In diesen fünf Tagen Theaterlabor sollen die Schüler besonders eins finden: Kreativität. „Mit digitalen Strukturen, zum Beispiel von Computern oder Maschinen, soll eine kreative Synthese (Zusammenführung) entstehen. Strukturen sollen lebendig gemacht werden,“ erzählt Verena Specht-Ronique. Die Schauspielerin aus Frankfurt arbeitet mit den Schülern des Projektes zusammen.

Wie die Schüler ihre Ideen ausgearbeitet haben und vorstellen - davon kann sich jeder bei der Werkstattaufführung am Mittwoch, 18. Februar, selbst ein Bild machen. Einlass ist ab 18.30 Uhr, die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. (ldx)

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