Ehemalige des Gymnsiums erinnern sich

Tritte im Sport und Lindenlust-Debatten

Wiedersehen an der alten Schule: Marianne Lübke, Walter Koch und Reinhard Mater vom Abiturjahrgang 1969. Foto:  Schüler

Während die Zeit von Nazi-Diktatur und Widerstand für heutige Geschwister-Scholl-Schüler Geschichte ist, haben einige Ehemalige noch hautnah die übersteigerten Ideale von Zucht, Ordnung und Standesdünkel erlebt.

Walter Koch, Abiturjahrgang 1969, erinnerte sich sich an diskriminierende Bemerkungen gegen Schüler aus Arbeiterfamilien. Und Hans-Georg Albert (Abi-Jahrgang 1971) erzählte: „Wir haben damals politisches Bewusstsein und grausame Lehrer kennen gelernt - vielleicht bin ich daher selber Lehrer geworden, um es besser zu machen.“ An einen Tritt in seine Rückseite bei den Bundesjugendspielen erinnerte sich Alberts früherer Schulkamerad Peter Scherfise an die damaligen Erziehungsmethoden.

Zahlreiche weitere Ehemalige waren zum Tag der offenen Tür an ihrem alten Gymnasium gekommen. In geselliger Runde erinnerte man sich aber auch an viele toller Erlebnisse, und Marianne Lübke lacht: „Diese Treffen haben für mich eine magische Anziehungskraft, da setzte ich alles dran, um von Fulda hierher zu kommen.“ Der frühere Geschwister-Scholl-Schüler Dr. Hilmar Müller war sogar von Neu-Ulm angereist

„Wenn manche Klassen während der Freistunden in die Lindenlust gingen, da haben wir diskutiert“, ergänzt Walter Koch, „das hat uns zusammengeschweißt.“ (zll)

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