200 Menschen kamen zur Glockenweihe in Kilianskapelle Büchenwerra

Große Resonanz: Mehr als 200 Menschen waren am Sonntag zur Glockenweihe und zum Fest gekommen.  Fotos: Schaake

Büchenwerra. Mit einem feierlichen Gottesdienst und einem Fest rund um die Kilianskapelle ist am Sonntag die neue Glocke geweiht worden. Über 200 Menschen waren gekommen. Die Glocke mit der Inschrift „Dem Dorf eine Seele geben“ war Ende April in Karlsruhe gegossen und aus Spenden finanziert worden.

Der Kapellenchor unter Leitung von Bärbel Peter und der Posaunenchor Wollrode unter Leitung von Emil Jung sorgte für den musikalischen Rahmen.

„Alle haben diesen schönen Herbsttag verdient“, sagte Pfarrer Frithjof Tümmler, der den Gottesdienst mit seiner Frau Sabine - Dekanin in Homberg - gestaltete. Dass die Glocke immer zur Freude der Menschen und zur Ehre Gottes läuten und immer zum Frieden mahnen möge - das wünschte das Seelsorger-Ehepaar. Mit der Widmung der Glocke sei die lange Bauzeit von über zehn Jahren beendet. Der Tag der Glockenweihe am 9. November sei „ein großes Datum“, hieß es mit Blick auf den Ausruf der deutschen Republik und der Räterepublik 1918 in Berlin, auf die Reichspogromnacht 1938 und auf den Fall der Mauer vor 25 Jahren. In allen Kulturen und fast allen Religionen spielen Glocken eine wichtige Rolle, sagte der Pfarrer.

Glockenweihe an der Kilianskapelle Büchenwerra

Glocken rufen nach den Worten von Sabine Tümmler auch dazu auf, für Frieden und Freiheit und damit für Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe einzutreten. Oft seien Glocken für Bomben und Kanonen eingeschmolzen worden: „Umso mehr mahnen sie uns heute mit ihrem Klang, sich allem Hass und aller zerstörenden Gewalt entgegenzusetzen.“

Dem Dorf eine Seele geben - das sei das Motto über dem Kapellenbau gewesen. Pfarrer Tümmler: „Eine Kapelle gibt dem Heimatgefühl der Menschen einen besonderen Ort und verbindet die Welt der Menschen mit Gott. Sie bringt Göttliches und Menschliches zusammen. Und nun haben wir unserer Glocke das Motto als Inschrift eingegossen.“

Der Pfarrer wünschte, dass das Geläut der Glocke zur Hoffnung, zum Trost, zur Mahnung, zum Frieden erklingen und Einheimische, Wanderer und Radler stets zum Gebet, zur Stille und zur Einkehr rufen möge.

Von Manfred Schaake

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