Frühjahrsbelebung spürbar

Arbeitsmarkt im Schwalm-Eder-Kreis leicht im Aufwind: Quote sinkt auf 4,1 Prozent

Agentur für Arbeit
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Im Schwalm-Eder-Kreis erholt sich der Arbeitsmarkt leicht.

Trotz des anhaltenden Lockdowns setzt sich auf dem heimischen Arbeitsmarkt die Frühjahrsbelebung fort.

Schwalm-Eder – Die Arbeitsmarktzahlen im Überblick: 4068 Arbeitslose waren im April im Schwalm-Eder-Kreis registriert, 48 weniger als im März (minus 1,2 Prozent) und 63 mehr als im Vorjahresmonat (plus 1,6 Prozent). Die Quote sinkt auf 4,1 Prozent, ein Minus von 0,1 Prozentpunkten gegenüber dem Vormonat und unverändert gegenüber April 2020, berichtet berichtet Agenturchef Uwe Kemper.

Im Schwalm-Eder-Kreis haben 16 Betriebe für maximal 78 Mitarbeiter neu Kurzarbeit angezeigt (März 31 Anzeigen für bis zu 850 Beschäftigte). Nach der Hochrechnung über die tatsächliche Kurzarbeit haben im November im Landkreis 3257 Arbeitnehmer in 459 Betrieben kurzgearbeitet. Im Oktober waren es 2454 Beschäftigte in 348 Betrieben.

Der Arbeitsmarkt zeige sich nach dem ersten Pandemie-Schock robust, sagt der Leiter der Korbacher Agentur, Uwe Kemper. „Dabei darf nicht vergessen werden, dass die Kurzarbeit nach wie vor einen beträchtlichen Teil zur Stabilisierung beiträgt. Positive Wirtschaftsprognosen und die an Fahrt aufnehmende Impfkampagne wirken sich ebenfalls günstig auf den Arbeitsmarkt aus.“

7608 Menschen sind im Agenturbezirk ohne Arbeit: Deutliche Unterschiede bei der Arbeitslosigkeit gibt es dabei zwischen den beiden Rechtskreisen. Während die Arbeitslosenzahl im Rechtskreis SGB III (Arbeitslosengeld) erneut merklich gesunken ist auf jetzt 3620 Arbeitslose (minus 272 oder sieben Prozent), stieg sie im Rechtskreis SGB II (Grundsicherung) um 3,2 Prozent an auf jetzt 3988 (plus 122).

Als wichtigen Schlüssel für den Weg aus der Arbeitslosigkeit nennt Kemper die Qualifizierung. „Ungelernte Kräfte sind häufig zuerst von Arbeitslosigkeit betroffen“. Deshalb appellierte Kemper an Arbeitnehmer ebenso wie an Arbeitgeber, die Möglichkeiten zur Weiterbildung und Umschulung zu nutzen. Auch während der Kurzarbeit sei beispielsweise die Teilnahme an Qualifizierungsmaßnahmen möglich.

Eine offene Frage sei dabei, wie man die Menschen zur Teilnahme motiviert, wenn der persönliche Kontakt mit dem Berater aktuell nicht wie gewohnt möglich sei, sagt Kemper. Es gebe in jedem Fall genügend Angebote.

. Geschäftsstelle Fritzlar-Homberg: 1875 Arbeitslose waren in der Geschäftsstelle Fritzlar-Homberg erfasst. Das sind 28 weniger als im Vormonat (minus 1,5 Prozent) und acht mehr als im Vorjahresmonat (plus 0,4 Prozent). Die Arbeitslosenquote beträgt 4,0 Prozent. Im März hatte sie bei 4,1 Prozent gelegen, im April vorigen Jahres ebenfalls bei 4,0.

. Geschäftsstelle Melsungen: In der Geschäftsstelle Melsungen waren im April 1059 Personen arbeitslos gemeldet, 17 weniger als vor vier Wochen (minus 1,6 Prozent) und 28 mehr im Jahresvergleich (plus 2,7 Prozent). Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,1 Prozent (März 4,2 Prozent, April 2020 4,1 Prozent).

. Geschäftsstelle Schwalmstadt: 1134 Menschen auf Jobsuche zeigt die April-Statistik für die Geschäftsstelle Schwalmstadt, drei weniger als im März (minus 0,3 Prozent) und 27 mehr als vor einem Jahr, ein Anstieg um 2,4 Prozent.

Die Arbeitslosenquote beträgt wie im März 4,3 Prozent, vor einem Jahr hatte sie bei 4,2 gelegen.

Für Interessierte an einer beruflichen Weiterentwicklung oder Neuorientierung bietet die Agentur für Arbeit Korbach jetzt für den Schwalm-Eder-Kreis erstmals eine spezielle Sprechstunde an – coronabedingt per Telefon. „Wir wollen Perspektiven aufzeigen“, sagt Elke Klugescheid, Leiterin der Arbeitsvermittlung für den Schwalm-Eder-Kreis.

Interessierte können sich am Donnerstag, 6. Mai, von 14 bis 17 Uhr beraten lassen. Die Fachleute der Arbeitsagentur informieren zur beruflichen Qualifizierung, zur Umschulung oder zum Erwerb eines Berufsabschlusses.  (Von Damai D. Dewert)

Kontakt: unter Tel. 05681/9362225

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