Brunnen geschmückt

Mörshausen und Ellenberg: Viele Eier an der Krone

400 Eier: In Ellenberg hängen ausgeblasene, gefärbte Eier an der Osterkrone. Im Bild von links Bärbel Brückmann, Ute Dunz und Helga Albrecht. Foto: Schaumburg-Reis

Mörshausen/Ellenberg. Der Mörshäuser Lindenplatz leuchtet wieder in Gelb, Rot und Lila. Denn die Familie Koch hat dem Brunnen am Dorfmittelpunkt eine Krone aufgesetzt: eine Osterkrone.

800 Eier: Die Familie Koch hat wieder die Mörshäuser Osterkrone gefertigt. Von links Uta Koch, Enkel Lucas Koch, Enkelin Leonie Weinhold und Heinrich Koch. Im Bild fehlt Andreas Koch. Foto: Feser

Drei Meter hoch ist das gute Stück, das von 800 bunten Plastikeiern geschmückt wird. In diesem Jahr hat Heinrich Koch Zweige der Nordmanntanne um das Eisengestell gewickelt. Im Vorjahr waren es Nobilistannenbüsche, „aber die haben so schnell genadelt“, berichtet Heinrich Koch. Vor zwei Jahren hingen die Eier an Lebensbaum-Büschen. Die Familie nimmt das Material, das sich anbietet: In diesem Jahr half Heinrich Koch auf der Dankeröder Höhe beim Ausputzen einer Weihnachtsbaumfläche. Die unteren Büsche wurden ausgeschnitten, damit die Weihnachtsbäume eine schönere Form haben. Der Verschnitt hängt nun an der Osterkrone. Zum Osterkronen-Team gehören Heinrich Kochs Ehefrau Uta, Sohn Andreas sowie die Enkel Lucas und Leonie.

Knapp 400 ausgeblasene, gefärbte Ostereier schmücken die Osterkrone vor dem Ellenberger DGH. Seit 1998 pflegen die Mitglieder des Heimat- und Verkehrsvereins den Brauch, den Dorfbrunnen vor Ostern zu dekorieren.

Diesmal waren es Bärbel Brückmann, Ute Dunz und Helga Albrecht, die ein Eisengestell mit Zweigen von Eibe, Lebensbaum und Buchsbaum umwickelten. Beim Anstecken halfen Marlies Nägel, Heide Schüler, Monika Schaub und Inge Dömges. Klaus Müller, Edgar Dömges und Manfred Dunz schnitten die Eiben- und Buchsbaumzweige im Garten von Karl-Werner Kunz.

Probleme mit Wasser

Mit der Osterkrone erinnert der an die Bedeutung des Wassers für Ellenberg. Denn die Wasserbeschaffung im Dorf sei seit alters her ein Problem, berichtet Heimatvereinsvorsitzende Ute Dunz. Der Ort oberhalb der Eder hatte keine eigenen Quellen, deshalb musste das Regenwasser in Zisternen aufgefangen werden. Die Wasserversorgung ist erst seit den 1970er-Jahren gesichert, nachdem eine Quelle in der Gemarkung Altenbrunslar erschlossen worden war, die die Ellenberger bis heute mitversorgt, ebenso wie Büchenwerra. (ciß/ptr)

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