Corona-Pandemie

Jugendliche mit Corona: Altersgruppe 5 bis 34 im Schwalm-Eder-Kreis stark betroffen

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Die 7-Tage-Inzidenz im Kreis liegt bei 94,5. Aktuell infiziert sind 368 Menschen. 171 von ihnen haben sich in den vergangenen sieben Tagen neu mit dem Coronavirus infiziert. 

Die 7-Tage-Inzidenz im Kreis liegt bei 94,5. Aktuell infiziert sind 368 Menschen. 171 von ihnen haben sich in den vergangenen sieben Tagen neu mit dem Coronavirus infiziert.

Schwalm-Eder – Junge und alte Menschen sind derzeit stark betroffen. In der Altersgruppe der Menschen zwischen 15 und 34 Jahren liegt die Inzidenz derzeit mit 137 am höchsten. Es folgen die Altersgruppen der über 80-Jährigen (135) und der 5- bis 14-Jährigen. Dort liegt die Inzidenz bei 109.

Das Erschreckende: Beim Blick auf die Deutschlandkarte haben in den Altersgruppen der unter 35-Jährigen 16 Landkreise und kreisfreie Städte in Deutschland eine Inzidenz über 1000. In allen anderen Altersgruppen zusammen sind es drei. Dasselbe Bild nur mit deutlich mehr Regionen bietet sich im Inzidenzbereich 500 bis 1000.

Situation auf Intensivstationen ist angespannt

Der Schwalm-Eder-Kreis ist mit einer Inzidenz im Bereich zwischen 100 und 200 eher ein Ausreißer nach unten. Zahlen der bis 4-Jährigen liegen üblicherweise wegen fehlender Tests nicht vor.

Die Situation auf den Intensivstationen im Landkreis ist angespannt, aber nicht dramatisch. Von den 31 gemeldeten Intensivbetten waren gestern laut Robert-Koch-Institut 21 belegt und zehn frei. Lediglich zwei Betten waren mit intensivpflichtigen Corona-Patienten belegt – das entspricht 6,45 Prozent der Gesamtzahl der Intensivbetten.

Die Hospitalisierungsinzidenz lag hessenweit am Montag bei 3,75. Ab einem Schwellenwert von 8 beziehungsweise bei einer Auslastung von mehr als 200 Intensivbetten durch Corona-Patienten greifen Einschränkungen. Gestern lagen 205 Menschen in Hessen mit Corona auf Intensivstationen.

Pandemie der Ungeimpften

In einer Pressekonferenz stellte Ministerpräsident Volker Bouffier daher Schritte vor. Die Pandemie gehe weiter und sie sei eine der Ungeimpften, sagte Bouffier mit Verweis auf die vielen ungeimpften Patienten auf den Intensivstationen.

Das sind die Maßnahmen: Wo bislang die 3G-Regel galt, reicht nun nicht mehr ein negativer Antigen-Schnelltest. So muss ab Donnerstag ein negativer PCR-Test vorgelegt werden.

Das gelte für alle Veranstaltungen in Innenräumen, aber nicht für Kinder. In allen Bereichen, in denen Kundenkontakt besteht, gibt es Testpflicht. Mitarbeiter müssen sich zweimal in der Woche testen lassen. Bei Großveranstaltungen dürfen nur zehn Prozent Ungeimpfte teilnehmen. Mit den Kreisen sollen die Booster-Impfungen besprochen werden. (Damai D. Dewert)

Drei Tests für Schüler in der Woche

Schüler testen sich bis Ende Januar dreimal in der Woche, hieß es in der Pressekonferenz mit Volker Bouffier. Schüler mit Corona müssen in Quarantäne, für den Rest besteht Masken- und tägliche Testpflicht. Diese Regel gilt ab Donnerstag. Schüler benötigen keinen PCR-Test – sie benötigen nur einen Antigen-Test. An Kliniken und in Altenheimen gilt eine tägliche Testpflicht für Mitarbeiter. Grundlage der Maßnahmen ist das Infektionsschutzgesetz. Es gilt noch bis zum 24.11. 

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