Große Unterschiede beim Breitbandausbau in der Region

Viele Schulen im Schwalm-Eder-Kreis ohne schnelles Internet

Grafik mit den Breitband-Ausbaugebieten der Breitband Nordhessen GmbH im Schwalm-Eder-Kreis
+
Derzeit keine Chance auf schnelles Internet: Die Grafik zeigt, welche Kommunen im Schwalm-Eder-Kreis nicht im Breitband- Ausbaugebiet liegen.

Für zehn Schulen im Landkreis ist offen, wie sie ans schnelle Internet angeschlossen werden sollen. Das bestätigt die Kreisverwaltung.

Schwalm-Eder – Schnelles Internet ist eine Voraussetzung für die Digitalisierung an den Schulen. Von den knapp 90 Schulen im Landkreis liegen 42 Schulen im Ausbaugebiet der Breitband-Nordhessen GmbH (BNG). Bei ihnen gibt es keine Probleme.

Düster sieht es hingegen für einige der Schulen aus, die nicht im Ausbaugebiet der BNG liegen. Für zehn dieser insgesamt 47 Schulen und Einrichtungen von Bildungsträgern gebe es derzeit noch überhaupt keine absehbare Lösung, klagt Winfried Becker, Landrat. Darunter seien mit den Gesamtschulen Carl-Bantzer-Schule in Ziegenhain und der Drei-Burgen-Schule in Felsberg auch Schulen mit vielen Schülern und großem Bedarf. Außerdem betroffen sind sieben Grundschulen und eine Schule für Lernhilfe.

Dort gebe es aber Wlan mit Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s. Für den Bedarf an Grundschulen sei die Bandbreite ausreichend, sagt Manuel Philippi, Netzwerkexperte in der Schulverwaltung beim Landkreis.

Der Landkreis ist ein Flickenteppich. Neben dem BNG-Gebiet gibt es zum Beispiel die Mittelzentren wie Fritzlar, Melsungen und Schwalmstadt. Dort darf die BNG nicht tätig werden, da es dort private Anbieter von Glasfaserlösungen wie die Telekom gibt. Dann gibt es Kommunen wie Körle, Besse und Gudensberg, die schon vor dem Ausbau der BNG ihre Orte mit Glasfaser erschlossen haben. Für die dortigen Schulen gibt es Einigungen mit Betreibern wie der Netcom Kassel. In besagten Mittelzentren hat die Telekom eine Zusammenarbeit beim Ausbau wegen fehlender Kapazitäten zurückgewiesen.

Für etwa 20 Schulen hat der Landkreis eine Alternative gefunden. „Das ist lediglich eine Übergangslösung“, räumt Becker ein. Und zwar nutzt Vodafone das Kabelfernsehnetz (ehemals Unitymedia), um die Schulen mit Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s zu versorgen. Dabei handele es sich aber nicht um einen zukunftssicheren Breitbandanschluss mit Glasfaser. (Damai D. Dewert)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.