Ars-Natura-Challenge lockt über 250 Besucher auf den Kunstwanderweg

Die Freundinnen von links Irmtraud Schmidt, Kerstin Cegla, Wilma Blumenstein und Regina Lederer haben hier den Aufstieg zum Vockenberg in Richtung Vockerode noch vor sich.
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Die Freundinnen von links Irmtraud Schmidt, Kerstin Cegla, Wilma Blumenstein und Regina Lederer haben hier den Aufstieg zum Vockenberg in Richtung Vockerode noch vor sich.

Bei idealem Laufwetter waren am Wochenende weit über 250 Wanderer auf dem Ars-Natura-Weg rund um Spangenberg unterwegs.

Spangenberg - Allein am Samstag waren bis 14 Uhr über 100 Wanderer in Pfieffe vorbeigekommen. Die Stadt Spangenberg hatte in Kooperation mit verschiedenen Vereinen und Institutionen zur Ars-Natura-Challenge eingeladen. Der Erlös ist für die Jugendarbeit in den Spangenberger Feuerwehren bestimmt. Start und Ziel war das Spangenberger Rathaus. Bereits am frühen Samstagmorgen machten sich die ersten Wanderer auf die 27 Kilometer lange Strecke. Der kurze Nieselregen am frühen Samstagmorgen schreckte die Teilnehmer nicht ab. Dafür wurden sie am Mittag mit Sonnenschein belohnt. Ein gemeinsamer Start musste, genau wie die Marathonwanderstrecke über 42 Kilometer, wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr ausfallen.

Die ersten Wanderer starteten bereits um 7.30 Uhr am Rathaus in Spangenberg. Dort fanden sie auch das erste Lösungswort für das Gewinnspiel. Dann ging es immer den Ars-Natura entlang am Dorfgemeinschaftshaus (DGH) Herlefeld vorbei zum Verpflegungspunkt im DGH Pfieffe. Fernab vom Straßenverkehr führte die Strecke auf gut begehbaren Wanderwegen meistens durch den Wald. Vorbei an lila blühenden Heidesträuchern, aber auch an stark vom Waldsterben gezeichneten Bäumen waren viele Höhenunterschiede zu bewältigen. Unterwegs kamen die Wanderer an vielen Kunstwerken vorbei.

In Pfieffe hielt Gritt Heinze mit ihrem Team leckere Kuchen, Brezeln, Obst und warme und kalte Getränke für die Wanderer, die jetzt schon 17 Kilometer der Strecke gewandert waren, bereit. Mit als erste waren Sonja Rübenkönig und Tom Paul mit Sohn Max am Verpflegungspunkt. Mit dabei Familienhund Sam. Die drei waren begeistert von der Strecke. Sie waren um 8 Uhr am Rathaus in Spangenberg losgelaufen. Sonja Rübenkönig: „Die Strecke lässt sich sehr gut laufen. Aber durch die vielen Anstiege ist sie auch sehr anspruchsvoll“.

Sandra Manns und Claudia Wenderoth bewunderten oberhalb von Pfieffe das Kunstwerk „Wassergeflüster“. Die Figuren hat der Künstler Jürgen Raiber auf hohen Stelen aufgestellt. Die vier Figuren sollen von Ereignissen am Bach und im Dorf erzählen. Von hier hatten die beiden Frauen aus Elfershausen und Beiseförth, die zum ersten Mal bei solch einer Wanderung mitliefen, einen herrlichen Blick auf das Dorf. Claudia Wenderoth: „Es ist alles sehr gut ausgeschildert. Man kann sich nicht verlaufen und hat immer wieder neue und beeindruckende Blicke auf unsere nordhessische Mittelgebirgslandschaft.“

Nach einem lang gezogenen Anstieg zum Vockenberg trafen sich einige der Wanderer am Kunstwerk „Vergangenheit-Gegenwart, Zukunft“. Dafür haben die Kindergartenkinder aus Spangenberg ihre Handabdrücke in Gips angefertigt.

Die drei Freunde Sebastian Schiffner aus Melsungen, Robert Schmoll aus Kassel und Daniel Bürgermeister, der extra aus Paderborn zur Ars-Natura-Challenge angereist war, sind jedes Jahr mit dabei. „Im vorigen Jahr war es viel wärmer, aber die heutigen Temperaturen sind zum Wandern angenehmer. Erschütternd ist der Zustand des Waldes. Fast alle Nadelbäume sind braun. Das war im vorigen Jahr noch nicht so schlimm.“

Irmtraud Schmidt aus Spangenberg war mit ihren Freundinnen Kerstin Cegal, Wilma Blumenstein und Regina Lederer unterwegs. „Falls wir die gesamte Strecke nicht schaffen, haben wir vorgesorgt. Ein Anruf genügt und wir werden abgeholt.“ Aber der Notfallplan wurde nicht benötigt. Die vier haben die gesamte Strecke geschafft und sich an den vielen Kunstwerken rechts und links der gut begehbaren Wege erfreut. Stolz sagte Kerstin Cegal: „Im vorigen Jahr war es zu heiß, da mussten wir abbrechen. Aber in diesem Jahr haben wir die 27 Kilometer, das waren 42 000 Schritte, ohne Probleme geschafft. Wir sind stolz auf uns.“

Von Helmut Wenderoth

Stopp nach dem Anstieg zum Vockenberg: von links Tom Paul, Max Paul und Sonja Rübenkönig mit Familienhund Sam aus Melsungen mit Sebastian Schiffner (Melsungen), Robert Schmoll (Kassel) und Daniel Bürgermeister (Paderborn).

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