Borkenkäfer verursachten auch Schäden

Wegen der Waldschäden: Neue Standorte für Kunstwerke am Ars Natura

Erstrahlt in frischen Farben: Die Maistrommel von Dr. Karin Adam auf der Ars-Natura-Kurator Sandrino Sandinista Sander (links) und Spangenbergs Bürgermeister Peter Tigges Platz genommen haben. Fotos: Barbara Kamisli

Die verheerenden Schäden, die Stürme und Borkenkäfer in den vergangenen Jahren in den Wäldern angerichtet haben, machen sich auch entlang des Ars Natura bemerkbar.

Zwar sei keines der Kunstwerke entlang der großen Runde um Spangenberg von Sturm oder umstürzenden Bäumen beschädigt worden, doch sechs Kunstwerke mussten jetzt verlegt werden, sagt der Kurator des Kunstwanderweges, Sandrino Sandinista Sander.

Große Flächen sind kahl, Bäume braun statt grün, ein attraktiver Wanderweg sieht anders aus. „Hier will doch keiner lang gehen“, sagt Sander. Zumal die Wege schlecht bis gar nicht begehbar sind, wenn es geregnet hat. „Doch der Ars Natura ist wichtig für den Tourismus“, sagt Sander.

Ein Teil der Runde – ab dem Satorquadrat von Tatjana Kurnatowski bis zum Herzblumenplatz – führt deshalb jetzt etwas unterhalb der ursprünglichen Wegführung durch den Wald.

Die Verlegung der Kunstwerke hat laut Sander mehrere positive Aspekte, zum einen sei der Kunstpfad dort für Radfahrer und Wanderer jetzt wieder attraktiv und gut begehbar, zum anderen blühen manche Kunstwerke an den neuen Standorten richtig auf und können noch einmal neu entdeckt werden. Es wurde eine Beschilderung angebracht, die auch für Touristen optimal sei.

Erhaben: Der neue Standort des Werkes Ponykids von Cornelia Brader wirkt wie eine Bühne.

Außerdem wurde die Gelegenheit genutzt die Exponate, die zum Teil um die 15 Jahre alt seien, wo nötig und möglich zu restaurieren.

So erstrahlen die beiden Maistrommeln für Mensch und Tier von Dr. Karin Adam jetzt wieder in leuchtenden Farben. Die Ponykids von Cornelia Brader haben zum Beispiel zwei neue Sockel bekommen. Ihr neuer Standort wirkt wie eine Art Bühne, der Betrachter blickt vom Weg aus zu ihnen auf. Sander findet, dass manche Kunstwerke wie etwa die Rabenmütter von Usch Quednau auf der neuen Strecke viel besser zur Geltung kommen als vorher. Umgezogen sind außerdem die Werke Märchenwald von Peter Hecht, Ist Abelone schön von Elke Teuber und die Seriellen Schnittstellen von Christa Niestrath. Finanziert wurde die Umgestaltung durch die Ars-Natura-Stiftung und Spenden sowie durch die Unterstützung von Ehrenamtlichen.

Laut Sander handelt es sich beim Ars Natura um den längsten Kunstwanderpfad der Welt. Mittlerweile 400 Kunstwerke säumen auf 350 Kilometern die Wanderwege Barbarossaweg und Wildbahn auf den Fernwanderwegen X 3 und X 8. Zehn ehrenamtliche Helfer unterhalten die Kunstwerke und pflegen die Standorte. Gegründet wurde der Ars Natura 2001 von Sandrino Sandinista Sander und Dr. Karin Adam.

ars-natura-stiftung.de

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