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Zahl der Arbeitslosen im Schwalm-Eder-Kreis steigt erneut

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Von: Damai Dewert

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Uwe Kemper Leiter Agentur für Arbeit
Uwe Kemper Leiter Agentur für Arbeit © Agentur für Arbeit

Die Arbeitslosenzahl im Landkreis und im Agenturbezirk des Arbeitsamtes ist zum dritten Mal in Folge gestiegen. Das teilt Agenturchef Uwe Kemper mit.

Schwalm-Eder – Die Arbeitslosenquote im Landkreis stieg um 0,3 Prozentpunkte auf 4,2 Prozent. Im vorigen Jahr lag sie bei nur 3,6 Prozent. Wie in den vorigen Monaten mache sich der Anstieg insbesondere in den Jobcentern bemerkbar, wo seit Anfang Juni die Flüchtlinge aus der Ukraine betreut würden, sagt Kemper. So gebe es den stärksten Anstieg eben auch bei der Grundsicherung: Im Bereich des Sozialgesetzbuches II gebe es einen Zuwachs von zehn Prozent. Dieser falle wegen des Wechsels der ukrainischen Flüchtlinge in die Betreuung der Jobcenter untypisch hoch aus. „Insgesamt zeigt sich der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk weiter robust“, sagt Kemper.

Auffällig sei außerdem, dass deutlich weniger offene Stellen gemeldet worden seien. Kemper: Das könne ein Hinweis darauf sein, dass die Unternehmen vorsichtiger auf die globalen Krisen reagierten. 1200 Stellen weniger wurden gemeldet als in den ersten acht Monaten des Vorjahres. Damals habe in Erwartung eines corona-freien Sommers großer Optimismus geherrscht. Außerdem war der Stellenbestand wegen der Pandemie zuvor deutlich zurückgegangen, sagt Kemper. Mit immerhin mehr als 3000 freien Stellen biete der Arbeitsmarkt aber sehr gute Chancen für Arbeitnehmer.

Ein nach wie vor großes Problem stellten die fehlenden Auszubildenden dar. Auf der Unternehmerseite hat sich einiges getan: „Die Betriebe haben in diesem Jahr deutlich mehr Stellen gemeldet, aber es mangelt an Bewerberinnen und Bewerbern für eine Ausbildung.“ Aktuell stünden im Agenturbezirk 256 unversorgten Bewerbern noch 875 offene Stellen gegenüber. Eine Bewerbung lohne sich also noch, auch wenn das Ausbildungsjahr bereits im Augst begonnen habe.

4073 Menschen waren im August im Landkreis arbeitslos, 221 mehr als im Juli (plus von 5,7 Prozent) und 560 mehr als im Vorjahresmonat – ein Plus von 15,9 Prozent. g Foto: Agentur für Arbeit . (Damai Dewert)

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