Bürgermeister fällt Entscheidung

Zurück an die Platten: Erste Mannschaft des TSV Röhrenfurth darf wieder trainieren

Die Vierbuchenhalle in Röhrenfurth
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Die Vierbuchenhalle in Röhrenfurth.

Die Tischtennisspieler des TSV Röhrenfurth können sich freuen – zumindest die Erste Herrenmannschaft. Denn die Sportler dürfen nun wieder in der Vierbuchenhalle trainieren. Wie Bürgermeister Markus Boucsein mitteilt, gab es nun grünes Licht vom Gesundheitsamt für das Hygienekonzept, das vom TSV eingereicht worden war.

Wie berichtet, hatte die Stadt Melsungen die Vierbuchenhalle in Röhrenfurth noch nicht wieder für Vereine geöffnet, obwohl im Schwalm-Eder-Kreis bereits seit 19. Juni wieder in Hallen trainiert werden darf. Ein Nachteil für den TSV: Denn das erste Ligaspiel gegen Felsberg findet am 30. August statt. Die Felsberger trainieren aber bereits seit Ende Juni wieder in ihrer Halle. „Eine sportliche Katastrophe“, hieß es von Thomas Riedemann, dem Leiter der Tischtennis-Abteilung beim TSV.

Nun kann Riedemann aufatmen, denn zumindest kann das Training für die Erste Mannschaft nun wieder richtig starten. „Montag wollen wir anfangen“, sagt er. „Wir müssen jetzt so schnell wie möglich versuchen, den sportlichen Rückstand aufzuholen.“

Trotz der Freude darüber, dass die Erste Mannschaft wieder trainieren kann, ärgert sich Riedemann dennoch. „Es ist wirklich schade, dass wir das Kinder- und Jugendtraining nicht anbieten dürfen. Denn gerade für die Kinder, die in den Ferien zuhause bleiben, wäre das wichtig“, sagt Riedemann.

Auch das eingereichte Hygienekonzept, das nun abgesegnet worden ist, schloss eigentlich ein, dass auch der Nachwuchs wieder trainieren darf. Der Kreis hatte den TSV sogar darum gebeten, noch eine Ergänzung vorzunehmen. „Wir sollten noch aufnehmen, dass Eltern, die ihre Kinder zum Training bringen, einen Mundschutz tragen müssen“, sagt Riedemann. Eine Erklärung der Stadt, warum das Training jetzt nur für die Erste Mannschaft freigegeben wurde, gebe es nicht.

Von Boucsein heißt es, dass die Halle nun für die Erste Mannschaft geöffnet werde, damit es beim ersten Punktspiel am 30. August zu keiner Wettbewerbsverzerrung komme. Der Breitensport müsse noch auf die Freigabe warten. Die Öffnung der öffentlichen Einrichtungen sei – Stand jetzt – für Mitte August geplant, wenn auch die Schule wieder im Regelbetrieb startet. „Wir können das jetzt nicht einfach wieder freigeben, nur weil Druck gemacht wird“, sagt Boucsein.

Der Magistrat habe die Öffnung der Vierbuchenhalle in seiner Abwesenheit abgelehnt, weil er es so vorgegeben habe, bevor er in den Urlaub gegangen sei, sagt Boucsein. Ihm sei es wichtig gewesen, dass vorher das Hygienekonzept durch das Gesundheitsamt abgesegnet wird. Nun habe er als Ordnungsbehörde in Einverständnis mit dem Magistrat der Öffnung zugestimmt. Ein Magistratsbeschluss sei dafür nicht notwendig gewesen.

Die Herren der Ersten Mannschaft können also wieder an die Platten – „natürlich nur, wer symptomfrei ist“, sagt Riedemann. Das Gesundheitsamt weist außerdem darauf hin, dass die Halle gut gelüftet werden müsse. „Aber das ist kein Problem“, sagt Riedemann. Während des gesamten Trainings könne man in der Halle lüften. Das Ordnungsamt empfiehlt dem Verein außerdem, dass vor Beginn der Serienspiele die Spieler regelmäßig auf Corona getestet werden sollten, so wie es die Mannschaften der MT Melsungen und der SG Kirchhof praktizierten, sagt Riedemann. Das sei für den TSV allerdings nicht leistbar. „Das können wir gar nicht finanzieren. Man kann uns doch nicht mit Bundesligamannschaften vergleichen. Die haben ein ganz anderes Budget zur Verfügung“, ärgert er sich.

Damit auch wirklich alles stimmt und das Konzept zu 100 Prozent erfüllt wird, wollen die Spieler erst am Montag das Training in der Halle aufnehmen. „Wir wollen sichergehen, dass wirklich alles passt.“ Foto: Claudia Feser

Von Carolin Hartung

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