Kommunalwahl am Sonntag im Landkreis Northeim

111.000 Wähler sollen Kreuze machen

Ein Wahlschein wird in den Schlitz einer Wahlurne gesteckt.
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Bis zu fünf Wahlscheine müssen die Wähler am Sonntag in die Wahlurne stecken.

Für mehr als 1600 Wahlhelfer im Landkreis Northeim wird es am Sonntagabend ernst. Wenn um 18 Uhr die Wahllokale schließen, beginnt für sie das große Zählen.

Landkreis Northeim – Schon vorher sind sie ab 8 Uhr im Einsatz, um für einen ordnungsgemäßen Verlauf der Kommunalwahl in den Wahllokalen zwischen Bodenfelde und Lindau, Altgandersheim und Angerstein zu sorgen.

Landrat und Kreistag

Nach Mitteilung der Kreisverwaltung sind kreisweit insgesamt 110 851 Wahlberechtigte aufgefordert, zu entscheiden, wer künftig als Landrat oder Landrätin die Geschicke der Kreisverwaltung leitet. Gleichzeitig geht es um die Zusammensetzung des Northeimer Kreistags in den nächsten fünf Jahren. Um die 50 Mandate bewerben sich 226 Kandidaten.

Bürgermeister und Räte

Außerdem geht es in acht Städten und Gemeinden darum, wer künftig das Amt des Bürgermeisters innehat. Der Chefposten in der Verwaltung ist in Bad Gandersheim, Kalefeld, Katlenburg-Lindau, Moringen, Hardegsen, Nörten-Hardenberg und Bodenfelde zu besetzen.

In allen elf Kommunen des Kreises entscheiden die Wähler zudem über die Zusammensetzung der Stadt- oder Gemeinderäte. In den Dörfern geht es ferner um die Bildung der Ortsräte. Eine Ausnahme bildet Bad Gandersheim, wo es in den Ortschaften keine Ortsräte gibt.

Bis zu elf Kreuze

Insgesamt sind für Landrats-, Bürgermeister, Kreistags-, Stadtrats- und Ortsratswahl auf fünf Wahlscheine bis zu elf Kreuze zu machen. Für die Wahl der sogenannten Hauptverwaltungsbeamten, also des Landrats und der Bürgermeister, haben die Wähler jeweils eine Stimme. Über die Zusammensetzung des Kreistags, der Stadt- und Gemeinderäte sowie der Ortsräte entscheiden die Wähler mit je bis zu drei Stimmen.

Dabei können entweder alle 3 Stimmen einem Wahlvorschlag einer Partei oder Wählergruppe gegeben werden oder einem Bewerber. Es ist aber auch möglich, die Stimmen auf verschiedene Wahlvorschläge und/oder Bewerber zu verteilen verteilt. Aber, so warnt die Kreisverwaltung: „Weniger als 3 Stimmen sind zulässig. Mehr als drei Kreuze machen den Stimmzettel ungültig.“

Briefwahl

Wer Briefwahl beantragt, aber die ausgefüllten Wahlunterlagen noch nicht wieder bei seiner Stadt- oder Gemeindeverwaltung abgegeben hat, hat dazu noch bis Sonntag, 18 Uhr Gelegenheit. Die Wahlunterlagen dürfen allerdings nicht in einem Wahllokal abgegeben werden, sondern müssen direkt an die Stadt- beziehungsweise Gemeindewahlleitung gehen. Das heißt, sie müssen beim Rathaus in den Briefkasten geworfen werden.

Coronaregeln

In den Wahllokalen gilt die Pflicht, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Auch muss der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Außerdem gilt die Bitte an die Wähler, einen eigenen Stift zum Ausfüllen der Wahlscheine mitzubringen.

Auszählung

Die Kommunalwahlen werden in einer festgelegten Reihenfolge ausgezählt: zunächst die Landratswahlen, dann die Bürgermeisterwahlen, es folgen die Kreistags-, Stadt beziehungsweise Gemeinderatswahlen und schließlich die Ortsratswahlen. Über den Ausgang der Wahlen informieren wir am Sonntagabend aktuell auf hna.de/northeim im Internet. (Olaf Weiss)

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