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1200 Geflüchtete aus der Ukraine sind im Landkreis Northeim

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Von: Olaf Weiss

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Die Leiterin der Unterkunft, Varinia Pöpel (links), führt Landrätin Astrid Klinkert-Kittel herum. Foto LPD Northeim
Die Leiterin der Unterkunft, Varinia Pöpel (links), führt Landrätin Astrid Klinkert-Kittel herum. © LPD Northeim

Northeim – Die Situation in der Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete aus der Ukraine in der BBS-Sporthalle in Northeim hat sich ein wenig entspannt. Trotzdem hält die Kreisverwaltung am Plan fest, eine zweite Gemeinschaftsunterkunft einzurichten, teilte sie auf Anfrage der HNA  mit.

Mit 60 Personen, die in der Halle untergebracht sind, ist die Einrichtung derzeit zur Hälfte belegt. Eine Woche zuvor lag die Auslastung mit 91 Personen bei 80 Prozent.

Wie es mit dem Zustrom Geflüchteter weitergehe, sei offen, heißt es aus dem Kreishaus. Eine Prognose, ob die Zahl der wöchentlich ankommenden Menschen steigen oder sinken werde, sei nicht möglich.

„Es ist nach wie vor das oberste Ziel, die geflüchteten Ukrainerinnen und Ukrainer langfristig dezentral in Wohnungen unterzubringen“, sagte Landrätin Astrid Klinkert-Kittel bei einem Besuch in der Gemeinschaftsunterkunft. Der Landkreis hat bisher 44 Wohnungen angemietet. Davon seien 18 Wohnungen belegt, teilte die Kreisverwaltung auf Anfrage mit. Rund 70 Personen seien dort untergebracht.

Die meisten Geflüchteten sind weiterhin privat untergebracht. Insgesamt wurden von der Kreisverwaltung bisher 1529 Geflüchtete aus der Ukraine erfasst. 1218 Personen erhielten Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, teilte die Kreisverwaltung weiter mit. Bei den übrigen rund 310 Personen sei nicht sicher, ob sich diese noch im Kreisgebiet aufhalten.

Die Landrätin dankte den ehrenamtlichen Helfern insbesondere des Arbeiter-Samariter-Bundes, des Technischen Hilfswerks und der Kreisfeuerwehr für ihr Engagement bei Errichtung und Betrieb der Unterkunft.

Bislang unterstützen die Städte und Gemeinden, die eigentlich für die Flüchtlingsunterbringung zuständig sind, die Kreisverwaltung nur in Form von Fahrdiensten, die die Geflüchteten in ihre Unterkünfte bringen. Klinkert-Kittel schließt nicht aus, dass sie Amtshilfe bei den Städten und Gemeinden anfordern werde, sollte der Zustrom Geflüchteter stark zunehmen. Die Kreisverwaltung stehe mit ihnen im stetigen Austausch. (Olaf Weiss)

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