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Unterkunft für Geflüchtete: Landkreis Northeim hat 17 Wohnungen gemietet

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Von: Olaf Weiss

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Eine Hand steckt einen Wohnungsschlüssel ins Schloss.
wohnungstür.jpg © Britta Pedersen/dpa

Northeim – Der Landkreis Northeim ist weiter auf der Suche nach Wohnraum für aus der Ukraine geflüchtete Menschen – sowohl für Einzelpersonen als auch Familien.

„Wir sind froh und dankbar für jedes Angebot, brauchen aber allein aufgrund der Anzahl der gemeldeten Wohnraumangebote einen gewissen zeitlichen Vorlauf“, wirbt Landrätin Astrid Klinkert-Kittel um Verständnis. Die Kreisverwaltung bittet, von telefonischen Anfragen abzusehen, wann eine angebotene Wohnung denn nun belegt werde.

Weitere Informationen zur Wohnraumsuche in Fragen und Antworten:

Wie viele Wohnungen für aus der Ukraine geflüchtete Menschen hat der Landkreis Northeim bisher angemietet?

Seit Beginn des Krieges in der Ukraine sind nach Angaben der Kreisverwaltung 17 Wohnungen zur Unterbringung geflüchteter Menschen angemietet worden. Über 40 Mietangebote sind außerdem überprüft worden und stehen vor einem Mietabschluss.

Gibt es bei Besonderheiten bei der Vermietung?

Ja. So zahlt der Landkreis keine Kaution für die Wohnungen. Auch mietet er keine renovierungsbedürftigen Wohnungen an. Dafür zahlt er eine monatliche Renovierungspauschale in Höhe von 0,50 Euro/pro Quadratmeter zur Kaltmiete. Der Vermieter muss dafür Schönheitsreparaturen und die Instandhaltung inklusive Kleinstreparaturen übernehmen. Der Landkreis übernimmt die Möblierung der Wohnung. Nach dem Ende des Mietverhältnisses übergibt er die Räume besenrein ohne Auszugsrenovierung. Laut Kreisverwaltung ist an diesen Bedingungen noch keine Anmietung gescheitert.

Wie läuft das Anmietverfahren ab?

Hat jemand eine Wohnung angeboten, wird eine Wohnungsbesichtigung durch das Technische Hilfswerk (THW) vereinbart. Stellt das THW fest, dass sich die Wohnung in einem nutzbaren Zustand befindet, muss der potenzielle Vermieter unter anderem Miet- und Nebenkosten, Wohnfläche und Zahl der Räume angeben. Dann erhält er von der Kreisverwaltung die Rückmeldung, ob ein Mietvertrag geschlossen werden kann. Wenn ja, wird dieser in einem Vor-Ort-Termin geschlossen.

Wer entscheidet, welchen Personen die Wohnung zugewiesen wird?

Die Belegung der angemieteten Wohnungen erfolgt nach Bedarf, ausschließlich durch Mitarbeiter der Kreisverwaltung. Sie bittet die Vermieter darauf zu verzichten, im angebotenen Wohnraum vor Abschluss des Mietvertrages in Eigeninitiative geflüchtete Menschen unterzubringen.  (ows)

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