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2000 Geflüchtete leben im Kreis Northeim

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Von: Axel Gödecke

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Aus der Ukraine geflüchtete Menschen vor der BBS-Sporthalle.
Die BBS-Sporthalle in Northeim, hier ein Bild von der Ankünft der ersten Geflüchteten, ist seit Ende März 2022 Gemeinschaftsunterkunft. © Hans-Peter Niesen

Der Zustrom von Geflüchteten aus der Ukraine und über die Balkanroute in den Landkreis Northeim hält an. Aktuell sind gut 2000 geflüchtete Personen im Landkreis registriert.

Northeim - Laut Kreis-Pressesprecherin Tanita Schebitz sind aktuell in den Gemeinschaftseinrichtungen des Landkreises Northeim 211 Personen und in den vom Landkreis angemieteten Wohnungen 354 Personen untergebracht (Stand: 12. Oktober).

Darüber hinaus seien 1500 Personen, die aus der Ukraine vor dem Krieg geflüchtet sind, in zum Großteil vom Landkreis vermittelten oder privat organisierten Privatwohnungen untergebracht worden. Die Kreisverwaltung geht davon aus, dass in den privat organisierten Fällenebenfalls zumeist Mietverhältnisse geschlossen wurden. Die so untergebrachten Geflüchteten stünden jedoch zum Großteil unter der Zuständigkeit des Jobcenters und erhielten von dort Leistungen.

Die bislang rund 200 vom Kreis selbst angemieteten Wohnungen reichten nicht aus, betont Kreis-Pressesprecherin Tanita Schebitz. Es würden dringend weitere Wohnungen gesucht, um die Geflüchteten, über die es beim Kreis keine detaillierte Aufteilung nach Nationalitäten gibt, unterzubringen. Der öffentliche Aufruf, den die Kreisverwaltung vor einer Woche gemacht habe, habe zwar einige Angebote gebracht, doch diese deckten den benötigten Wohnraum nicht.

Sammelunterkünfte gibt es bislang vier im Kreisgebiet. Eine im einstigen Hotel „Altes Forsthaus“ in Goseplack bei Hardegsen (Kapazität: über 50 Plätze) und eine in Dassel-Sievershausen in einem ehemaligen Schullandheim (100 Plätze).

Die Unterkunft in Sievers-hausen ist laut Kreisverwaltung aktuell zu 83 Prozent ausgelastet. In der Unterkunft Goseplack habe sich die Belegung entspannt. Sie sei zu 57 Prozent belegt (Stand 12. Oktober). Während in Sievershausen überwiegend ukrainische Geflüchtete wohnen, sei in der Unterkunft Goseplack die Belegung gemischt.

Daneben gibt es noch Übergangsunterkünfte in Northeim und Einbeck. Die Northeimer BBS-Sporthalle (112 Plätze) ist laut Kreisverwaltung mit 64 Personen belegt. In der neu hergerichteten Halle eines Ex-Sonderpostenmarktes in Einbeck (110 Plätze) seien bisher 26 Personen untergebracht.

BBS-Halle für Sport weiter nicht nutzbar

Wann die BBS-Sporthalle Northeim wieder von Schülern und Vereinen genutzt werden kann, darüber kann die Kreisverwaltung nichts sagen. Sie werde weiter als Sammelunterkunft gebraucht. Wann sie wieder frei werde, hänge von der Entwicklung der Fluchtbewegungen insbesondere aus der Ukraine ab. Über das Land würden bisher etwa 25 Flüchtlinge pro Woche zugewiesen. Die Zahl von Personen, die außerhalb der offiziellen Verteilung ankommen, schwanke stark.  (Axel Gödecke)

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