23-jährige Angersteinerin ist im Kino zu sehen

Aus Angerstein auf die Kinoleinwand: Anna-Lena Sender spielt die Hauptrolle im Kinofilm „Die Krone von Arkus“. Foto:  Lawrenz

Angerstein. Seit Dezember läuft der Märchenfilm „Die Krone von Arkus" über die Leinwand. Mit der Figur Saraja hat die Anna-Lena Sender die Hauptrolle in dem Film bekommen.

Mit ihrer Oma sei sie schon in dem Film gewesen, erzählt Anna-Lena Sender begeistert. In Lüneburg, der Heimat der Regisseurin und Drehort vieler Szenen, war der Film schon im Kino. „Es ist total schön, im Publikum zu sitzen und ganz vielen Kindern zuzuhören“, sagt die Angersteinerin.

In Göttingen ist sie aber nicht nur auf der Leinwand zu sehen: Die junge Frau aus Angerstein ist Studentin an der Georgia Augusta.

Gesangsunterricht

Ihren Bachelor in Kulturwissenschaften hat die 23-Jährige in Lüneburg schon hinter sich gebracht. Nun ist sie dabei, ihren Master zu machen: In Göttingen studiert sie Euroculture. Lange habe sie überlegt, eine Schauspielausbildung zu machen. So empfindet sie es jetzt als großen Luxus, dass sie neben dem Studium Theater machen kann. Ihre ersten Erfahrungen auf der Bühne habe sie schon mit elf oder zwölf Jahren in einem Weihnachtsmusical in Angerstein gesammelt.

Dabei sollte es nicht bleiben. In der Schule wählte sie den Kurs Darstellendes Spiel. Sie nahm Gesangsunterricht und besuchte Theaterworkshops. 2011 spielte Sender in dem Musical „Linie 1“ am Theater Lüneburg mit, Regie führte Franziska Pohlmann. „Die Krone von Arkus“ ist Pohlmanns Debütfilm, der über private Geldgeber finanziert wurde.

Der Film erzählt die Geschichte zweier Straßenkinder, die die Stadt Arkus von der bösen Königin Schiija befreien wollen. Pohlmann wählte die Angersteinerin für die Hauptfigur Saraja. Weil die Drehzeit in den Semesterferien lag, konnte Sender Dreharbeiten und Studium durchziehen.

Viele Szenen wurden in der Innenstadt von Lüneburg gedreht. Gern erzählt Sender auch vom Dreh im Harz, in der Baumannshöhle. „Man wurde nicht behandelt wie ein Laie“, erinnert sich die fröhliche Studentin.

Auch ohne professionelle Schauspielausbildung konnte sie sich in dem großen Team mit ausgebildeten Schauspielern behaupten. Mittlerweile hätten schon diverse Agenturen bei ihr angefragt, ob sie sie als Schauspielerin vermitteln könnten.

„Normal ist das nicht“, sagt Sender dazu, dass sie nun in deutschen Kinos zu sehen ist. Sie wünscht sich, dass sie immer Schauspielerin sein kann, „nicht als Lebensperspektive, aber nebenbei“. Zunächst ist die 22-Jährige aber sehr gespannt, wann der Film in Göttingen anläuft. (zul)

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