381 Personen im Landkreis Northeim gegen Corona geimpft

Impfbereitschaft ist bei Bewohnern in Altenheimen sehr hoch

Vorbereitung für die Corona-Impfung: Claudia Küchemann vom mobilen Impfteam zieht die Spritze mit dem Impfstoff auf.
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Vorbereitung für die Corona-Impfung: Claudia Küchemann vom mobilen Impfteam zieht die Spritze mit dem Impfstoff auf.

Die ersten 381 Personen im Landkreis Northeim wurden in dieser Woche bis Donnerstag geimpft. Das teilt die Kreisverwaltung mit. Damit liegt die Impfquote aktuell bei 0,3 Prozent.

Landkreis Northeim – Am Montag, 4. Januar, wurden 975 Impfdosen vom Land an den Landkreis Northeim geliefert und die Impfungen konnten in den Alten- und Pflegeheimen mit zwei mobilen Impfteams beginnen. Los ging es zunächst im Northeimer DRK-Pflegeheim und im Seniorenzentrum Moringen. Aktuell werde im Alten- und Pflegeheim der Inneren Mission geimpft berichtet Harald Rode, Stabsleiter Impfzentrum beim Landkreis Northeim.

Rode zeigt sich zufrieden mit der Impfbereitschaft. Insbesondere bei den Bewohnern der Einrichtungen sei diese sehr hoch, knapp 90 Prozent konnten geimpft werden. Unter denen, die keine Impfung erhalten hätten, seien viele, bei denen es aus medizinischen Gründen nicht möglich sei. Es gebe aber auch Bewohner, die unter Betreuung stehen und nicht geimpft worden seien, weil sich die jeweiligen Betreuer gegen eine Impfung ausgesprochen hätten.

Bei den Beschäftigten habe er große Unterschiede zwischen den einzelnen Einrichtungen ausmachen können, berichtet Rode. Hier schwanke die Impfbereitschaft zwischen 60 und 90 Prozent. Das sei aber insgesamt ein guter Wert. Es habe inzwischen auch Nachmeldungen gegeben, das zeige, dass einige Mitarbeiter ihre anfänglichen Bedenken abgelegt hätten.

Man würde viel Wert auf eine gute Beratung legen, um umfassend aufzuklären. „Wir müssen das nicht im Schweinsgalopp tun, da der Impfstoff knapp ist, haben wir Zeit“, so Rode.

Weitere Impfdosen erwartet

Er hofft, dass in der dritten Kalenderwoche die nächsten 975 Dosen Northeim erreichen werden und im Februar die Impfungen in den Heimen abgeschlossen seien. Dann könne die erste Impfstraße in der Stadthalle eröffnet werden. Doch alles hänge von der Impfstoffzuteilung ab.

Das Land werde in der kommenden Woche, so informiert SPD-Fraktionsgeschäftsführer im Kreistag Peter Traupe in einer Pressemitteilung, alle über 80-Jährigen anschreiben und über das Impfprozedere aufklären. Das Anmeldeportal des Landes solle dann ab 28. Januar freigeschaltet sein. Hier können sich die angeschriebenen Personen dann telefonisch oder digital anmelden.

Rode schätzt, dass im Landkreis rund 14 000 Personen zu den Impfberechtigten mit der höchsten Priorisierung gehören. Unter Beteiligung von Städten, Ambulanten Pflegediensten und dem Impfzentrum arbeite man auch schon an Lösungen, wie Menschen, die über 80 Jahre alt sind, noch zuhause wohnen, aber nicht mehr mobil sind, eine Impfung erhalten können. Das sei logistisch recht kompliziert, da eine angebrochene Ampulle mit Impfstoff, die für fünf bis sechs Dosen reicht, nicht mehr transportiert werden dürfe.

Rode hofft auf weitere Impfstoffe, die weniger empfindlich sind. Dann könnten auch die Hausärzte im Landkreis Northeim mit Impfungen beginnen. (Rosemarie Gerhardy)

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