84 Mitfahrerbänke für den Landkreis Northeim

Sieben Kommunen beteiligen sich am Projekt - Umsetzung in diesem Jahr

So könnten die Mitfahrerbänke auch im Landkreis Northeim aussehen: Hier ein Beispiel am Ortsausgang von Nordenbeck bei Korbach. Archivfoto: Marianne Dämmer
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So könnten die Mitfahrerbänke auch im Landkreis Northeim aussehen: Hier ein Beispiel am Ortsausgang von Nordenbeck bei Korbach. (Archivfoto)

Viele Orte im Landkreis Northeim sind nicht sehr gut an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen. Für deren Bewohner bietet sich in Zukunft eine Alternative, um ohne eigenes Fahrzeug in den Nachbarort oder in die Kreisstadt zu kommen: die Mitfahrerbank.

Landkreis Northeim – Sieben Kommunen haben inzwischen beim Landkreis ihr Interesse bekundet, insgesamt 84 solcher Mitfahrerbänke aufzustellen. Das teilt die Kreisverwaltung auf HNA-Anfrage mit. Folgende beteiligen sich: Bad Gandersheim (10 Bänke), Bodenfelde (3), Hardegsen (10), Katlenburg-Lindau (18), Moringen (24), Nörten-Hardenberg (10) und Uslar (9). Zwei Bänke würden zusätzlich in der Stadt Northeim auf eigene Kosten aufgestellt.

Eine Kombination aus Bank und Hinweisschild kostet laut Landkreis-Angaben circa 1500 Euro. An einigen Standorten sollen auch bestehende Bushaltestellen als Mitfahrerbank genutzt werden. In diesem Fall seien nur Hinweisschilder mit Kosten von circa 500 Euro notwendig. Auf den Schildern wird auf die Mitfahrerbank hingewiesen. Auf einem zusätzlichen Schild könnten Personen, die mitgenommen werden wollen, das gewünschte Fahrtziel auswählen. Die Projektkosten werden zu 60 Prozent von einer LEADER-Förderung gedeckt. Weitere zehn Prozent übernimmt der Landkreis Northeim. Die restlichen 30 Prozent tragen die Kommunen selbst. Sie sind später auch für die Pflege und Wartung der Bänke verantwortlich.

Sobald alle Kommunen eine formelle Förderzusage vom Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) erhalten haben, beginnt das öffentliche Vergabeverfahren für die Bänke und Beschilderung. Eine Aufstellung der Mitfahrerbänke ist laut Kreisverwaltung bis Ende 2021 geplant.

Die Bänke werden dann an zentralen Punkten aufgestellt, befinden sich gut erreichbar an Ortsdurchfahrtsstraßen oder Orten mit hoher Frequenz. Die Standorte legen die Kommunen individuell fest.

Wer dann mitgenommen werden möchte, kann sich auf der Bank niederlassen und ähnlich einem Tramper, darauf hoffen, dass ein Autofahrer ihn zum Mitfahren einlädt.

Das Projekt hat im Landkreis Northeim seinen Ursprung in der Dorfregion „Wir 5 im Rhumetal“. Die dortige Projektgruppe wollte ein möglichst großes Netzwerk an Mitfahrerbänken schaffen, damit Gegenbänke den Rücktransport vereinfachen. Das Regionalmanagement der LEADER-Region hat daraufhin das Interesse in den Kommunen abgefragt. (Rosemarie Gerhardy)

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