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85 Männer und eine Frau: Handwerks-Lehrlinge haben Gesellenprüfung bestanden

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Von: Hans-Peter Niesen

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Sie haben den Gesellenbrief: Die frei gesprochenen Gesellinnen und Gesellen, rechts Festrednerin Sabine Freese. Um das ganze Bild zu sehen, klicken Sie oben rechts. © Hans-Peter Niesen

86 von 91 Lehrlingen aus sechs Innungen der Kreishandwerkerschaft Northeim-Einbeck haben die Winter-Gesellenprüfung bestanden.

Kreishandwerksmeister Ulrich Schonlau nahm den Berufsnachwuchs mit der traditionellen Freisprechung in der Northeimer Stadthalle in die Reihen der Handwerksgesellinnen und -gesellen auf.

Schwach vertreten waren die Frauen. Die KfZ-Mechatronikerin Katharina Duve aus Sebexen, die ihre Ausbildung im Northeimer Autohaus Am Harztor absolviert hat, war die einzige Vertreterin des weiblichen Geschlechts auf weiter Flur.

Vier junge Männer wurden vom Kreishandwerksmeister für besondere Leistungen ausgezeichnet. Innungsbeste wurden der Elektroniker Lars Alexander Teuber aus Northeim (Ausbildungsbetrieb Elektro-Voss Northeim) und der Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Arne Tiedchen aus Northeim (Deschner Nörten-Hardenberg).

Prüfungsbeste wurden der Kraftfahrzeugmechatroniker Fachrichtung Nutzfahrzeugtechnik Lukas Langethal aus Rosdorf (MAN Truck und Bus Göttingen) und Feinwerkmechaniker Schwerpunkt Maschinenbau Jacob Schmack aus Einbeck (Weißenborn-Maschinenbau Einbeck).

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Die besten Gesellen flankiert von ihren Betreuern: Das Bild zeigt vorn von links Arne Tiedchen, Lukas Langethal, Jacob Schmack und Lars Alexander Teuber. © Hans-Peter Niesen

Die Prüfungsbesten haben die Möglichkeit, am praktischen Leistungswettbewerb der Handwerksjugend auf Kammer-, Landes- und Bundesebene und sogar international teilzunehmen.

Kritik an drohenden Mittel-Kürzungen für Berufsbildenden Schulen (BBS) übte die Leiterin der BBS Duderstadt, Sabine Freese, die die Festrede hielt. Die BBS bräuchten ausreichend Lehrkräfte, die über eine pädagogische Ausbildung verfügen. Insbesondere in den gewerblich-technischen Bereichen fehlten pädagogisch qualifizierte Bewerber. Lehrermangel gebe es auch in der Pflege. Die Berufsbildenden Schulen seien gerade im ländlichen Raum wichtig, um die Ausbildung zu sichern und für Vielfalt zu sorgen. Außerdem sorge ihre Präsenz und Nähe für die Verbindung verschiedener sozialer Milieus und für Integration. 

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