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Ab Hedemünden soll A7 als Erstes wieder freigegeben werden

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Von: Olaf Weiss

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Spezialfahrzeuge reinigen die Fahrbahn der Autobahn 7
Spezialfahrzeuge reinigen die Fahrbahn der A7. Die Autobahn in Südniedersachsen bleibt in Richtung Kassel auf 60 Kilometern gesperrt. Am Sonntagabend war aus einem Fahrzeug eine weiße, pulvrige Substanz entwichen. Dadurch ist die Fahrbahn zwischen den Abfahrten Northeim-Nord und Lutterberg extrem glatt geworden. © Swen Pförtner/dpa

Die Reinigungsarbeiten auf der A7 ab Northeim-Nord in Richtung Süden werden noch Tage dauern. Das hat der Leiter der Autobahnmeisterei Göttingen, Stephan Fürsten, am Mittwoch angekündigt.

Göttingen – Allerdings hoffte er, dass noch am Mittwochabend immerhin das südlichste der verunreinigten Teilstücke zwischen den Anschlussstellen Hedemünden und Lutterberg wieder für den Verkehr freigegeben werden könne. Eine Griffigkeitsprüfung der Fahrbahn in diesem Bereich sollte noch am Abend stattfinden. (Alle Infos zur Sperrung finden Sie auch in unserem News-Ticker.)

Ob und wann weitere Teilstücke der Autobahn Richtung Süden wieder befahrbar sind, sei noch offen, sagte Fürsten. Für die nördlichen Abschnitte könnten möglicherweise am Donnerstagmorgen genauere Angaben gemacht werden. Das Abfräsen der Fahrbahn sei jedenfalls gegenwärtig vom Tisch.

20 Reinigungsfahrzeuge sind auf der Autobahn im Einsatz. Dabei sei das Verfahren umgestellt worden, erklärte Fürsten. Sei zunächst nur mit heißem Wasser gegen die fettige Substanz vorgegangen worden, die wohl aus einem Tanklastzug gelaufen und dann in die Poren des Flüsterasphalts eingedrungen ist, komme nun dabei zusätzlich ein Lösungsmittel auf Alkoholbasis zum Einsatz. Es soll helfen, den fettigen Stoff aus den Asphaltporen zu bekommen. 15 Fahrzeuge reinigen so die Fahrbahn.

Stephan Fürsten
Stephan Fürsten Autobahnmeisterei Göttingen © Stefan Rampfel

Außerdem werden nach Fürstens Worten fünf Reinigungsfahrzeuge eingesetzt, die mit massiven Wasserdruck von bis zu 2500 bar die Fahrbahn reinigen sollen. Insgesamt sollen noch weitere Reinigungsfahrzeuge hinzukommen, kündigte Fürsten an.

Inzwischen sind alle Streckenabschnitte je nach Verschmutzungsgrad auch mehrfach gereinigt worden. Insbesondere die Steigungsstrecke südlich der Werratalbrücke sei intensiv bearbeitet worden, berichtete der Autobahnmeisterei-Chef. Denn durch Regenwasser, das wegen des Gefälles die Fahrbahn hinabfließe, sei immer wieder etwas des fettigen Stoffes aus den Poren an die Oberfläche gespült worden.

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