Entscheidung ist gefallen

Reformationstag ist neuer Feiertag in Niedersachsen

Niedersachsen hat einen neuen Feiertag: Am 31. Oktober, dem Reformationstag, ist von nun an arbeitsfrei. Doch die Abstimmung im Landtag zeigte: Nicht alle finden das Vorhaben gut.

Dieser Artikel wurde aktualisiert um 15.57 Uhr - Der niedersächsische Landtag hat den Reformationstag am 31. Oktober als neuen gesetzlichen Feiertag eingeführt. Das Parlament in Hannover billigte einen entsprechenden Gesetzentwurf am Dienstag mit 100 Ja-Stimmen bei 20 Gegenstimmen und 17 Enthaltungen. Der Tag soll nach den Vorstellungen von Rot-Schwarz nicht nur Protestanten ansprechen.  

Während die Mehrheit der Abgeordneten von SPD und CDU sowie die AfD-Fraktion für den Vorschlag stimmten, war die FDP dagegen. Alle grünen Abgeordneten enthielten sich der Stimme. 

Der 31. Oktober soll noch in diesem Jahr als Feiertag begangen werden. 

Eine 14-köpfige Gruppe aus CDU- und einem SPD-Abgeordneten scheiterte mit dem Antrag, als Alternative den Buß- und Bettag wieder als gesetzlichen Feiertag einzuführen. Ebenso erging es einer weiteren Formation von sieben SPD-Abgeordneten und vier Grünen, die den Tag des Grundgesetzes am 23. Mai als neuen Feiertag vorgeschlagen hatten. Auch die Fraktion der Grünen konnte sich mit ihrem Anliegen nicht durchsetzen, statt eines neuen kirchlichen Feiertags zwei neue weltliche Feiertage einzuführen. Die FDP hatte einen weiteren Feiertag grundsätzlich abgelehnt.

So war die Stimmung vor der Wahl

Bereits vor der Landtagsabstimmung hatten Vertreter aller Fraktionen mit einer klaren Entscheidung für den Reformationstag gerechnet. Um 13.30 Uhr hatte der Termin in Hannover begonnen. "Ich habe keine Einzelgespräche geführt. Aber am Ende erwarte ich eine stabile Mehrheit für den Reformationstag", sagte CDU-Fraktionschef Dirk Toepffer zuvor. Ähnlich äußerte sich der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Wiard Siebels.

Grüne wollten Weltfrauentag statt Reformationstag

Die Fraktionen von SPD und CDU hatten erklärt, dass die Abgeordneten nach ihrem Gewissen abstimmen können. Eine 14-köpfige Gruppe von CDU- und einem SPD-Abgeordneten hatte sich für den Buß- und Bettag als Alternative ausgesprochen und einen eigenen Antrag in den Landtag eingebracht. Die Grünen forderten statt eines neuen kirchlichen Feiertags zwei neue weltliche Feiertage, den Europatag (9. Mai) und den Weltfrauentag (8. März). (dpa)

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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