Die Dienstzeiten der Ärzte werden kürzer

Northeimer Bereitschaftsdienstpraxis hat ab Februar neue Öffnungszeiten

Stethoskop in der Hand eines Arztes
+
Symbolbild

Die Öffnungszeiten der Bereitschaftsdienstpraxis in Northeim werden reduziert. Das bestätigte am Mittwoch der Geschäftsführer der Bezirksstelle Göttingen der Kassenärztlichen Vereinigung (KVN), Harald Jeschonnek.

Northeim – Der Grund für die Reduzierung sei, so erklärte er, dass der Bereitschaftsdienst immer weniger in Anspruch genommen werde. So seien an den Wochenenden, an denen es ganztägige Bereitschaftsdienste gebe, pro Tag nur zwischen 20 und 40 Patienten gekommen. Deshalb habe sich die Ärzteschaft für eine Reduzierung der Dienstzeiten ausgesprochen.

KVN-Geschäftsführer Harald Jeschonnek.

Die Änderung der Öffnungszeiten soll ab dem 1. Februar gelten. Von da an sind die Bereitschaftsdienst-Ärzte montags, dienstags und donnerstags von 19 bis 21 Uhr erreichbar. Bisher war die Praxis an diesen Tagen jeweils von 19 bis 22 Uhr geöffnet. Mittwochs und freitags verkürzen sich die Öffnungszeiten jeweils um zwei Stunden. Statt bisher von 15 bis 22 Uhr ist die Praxis dann nur noch von 16 bis 21 Uhr geöffnet.

Samstags, sonntags sowie an Feiertagen reduzieren sich die Bereitschaftsdienstzeiten ebenfalls: Statt bisher durchgehend von 8 bis 22 Uhr ist die Praxis künftig von 8 bis 13 und von 16 bis 21 Uhr geöffnet. Damit entsprächen die Dienstzeiten an den Wochenenden etwa denen in Einbeck, so Jeschonnek.

Der Bereitschaftsdienst, dessen Praxis (früher als Ärztliche Notdienstambulanz „Äna“ bekannt) in der Helios-Klinik untergebracht ist, stellt die medizinische Versorgung außerhalb der Praxiszeiten der niedergelassenen Hausärzte sicher. Dort sollen Patienten mit Erkrankungen und Verletzungen versorgt werden, bei denen keine akutmedizinische Behandlung notwendig ist.

Auch grippale Infekte werden dort behandelt. Dafür seien bestimmte Praxiszeiten reserviert. Wer die 116 117 anrufe, werde entsprechend informiert, erklärte Jeschonnek. Wer befürchtet, mit Corona infiziert zu sein, soll aber keinesfalls in die Bereitschaftsdienstpraxis kommen. Diese Patienten werden über die 116 117 an eine Infektionspraxis oder ein mobiles Testteam vermittelt. Archivfoto: Frank Schneider (Olaf Weiss)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.