Entscheidung über Baugebiets-Ausweitung

Ärztehaus und noch viel mehr?

So sieht das vergrößerte Plangebiet aus: Unterhalb des in Bau befindlichen Helios-Krankenhauses soll nicht nur ein Gesundheitszentrum mit drei Häusern für Ärzte und Physiotherapeuten entstehen, sondern auch noch mehr Bauflächen.

Northeim. Soll es unterhalb der neuen Helios-Klinik am Northeimer Sultmer außer dem Gesundheitszentrum mit Ärztehaus und Physiotherapie-Komplex noch mehr Raum für andere gewerbliche Nutzungen geben?

Die Stadtverwaltung hatte die Vergrößerung des Baugebiets Gesundheitszentrum für weitere gewerbliche Nutzungen vorgeschlagen, der Bauausschuss vertagte am Mittwochabend jedoch eine Entscheidung darüber.

Knackpunkt in der Diskussion war vor allem die Tatsache, dass die Verwaltung vorgeschlagen hatte, dass die Stadt Northeim selbst einen Bebauungsplan für das vergrößerte Baugebiet aufstellen soll. Bislang sollten dies die Investoren des geplanten Gesundheitszentrums machen.

Außerdem soll die Stadt den Bau einer etwa 150 000 Euro teuren zusätzlichen Erschließungsstraße für das vergrößerte Gebiet bauen. Die Kosten für die Planung, Lärmschutzgutachten und Entwässerungsanlagen sowie möglicherweise auch eine nötige Ampelanlage an der Bundesstraße 3 sollen per Vertrag anteilig unter den Nutzern umgelegt werden. Der Bau der Straße solle über Anliegerbeiträge finanziert werden, sagte Baudirektor Reinhard Schade.

Der Vorteil für die Stadt bestehe darin, dass neben der Klosterkammer auch die Stadt selbst Bauflächen in diesem Gebiet für gesundheitsnahes Gewerbe vermarkten könne. Die Stadt besitzt eine 16 500 Quadratmeter große Fläche zwischen Bundesstraße und dem geplanten Gesundheitszentrums-Areal.

Kritik an der Planung kam insbesondere von FDP-Ausschussmitglied Eckhard Ilsemann. Es kämen erhebliche anteilige Kosten auf die Stadt zu, und neue Gewerbeflächen am Stadtrand gingen zu Lasten der Northeimer Innenstadt.

Die CDU sprach sich vor dem Hintergrund „dass man schlechte Erfahrungen mit privaten Erschließungsträgern gemacht“ habe, für die Planung aus. Die SPD zeigte sich ob der ganz frischen Planung skeptisch und wollte noch keine Entscheidung treffen. Die wurde auf ihren Antrag hin auf den 20. Februar vertagt. (goe)

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