Harztor-Umleitung: Landkreis kassiert 135 000 Euro Bußgelder

Alice blitzte 5000-mal auf Umleitungen bei Suterode und Elvershausen

Blitzeranhänger Alice im Einsatz im Kreis Northeim.
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Blitzeranhänger Alice im Einsatz (Symbolbild).

Bußgelder von insgesamt rund 135 000 Euro von Temposündern hat der Landkreis Northeim während der Bauzeit am Northeimer Harztor auf den von vielen Fahrern genutzten Umleitungsstrecken kassiert.

Northeim - An insgesamt 85 Tagen war Alice, der mobile Blitzeranhänger, auf den Umleitungsstrecken in den Tempo-30-Zonen in Lagershausen, Denkershausen, Suterode, Katlenburg und Elvershausen im Einsatz, teilt die Kreisverwaltung auf HNA-Nachfrage mit.

In dieser Zeit wurden knapp 5000 Geschwindigkeitsüberschreitungen gemessen.

Die höchste Überschreitung wurde laut Saskia Binnewies vom Presseteam des Landkreises in Suterode gemessen. Mit 70 Stundenkilometer über der erlaubten Geschwindigkeit sei dort im August ein Autofahrer von Alice fotografiert worden. Er erhielt 600 Euro Geldbuße, zwei Punkte sowie ein Fahrverbot von drei Monaten.

Mit Öffnung des Harztors sind die 30er-Zonen an den Kreisstraßen durch die Ortschaften Katlenburg, Suterode und Lagershausen sowie Denkershausen wieder weggefallen. Laut Katlenburg-Lindaus Bürgermeister Uwe Ahrens gibt es sowohl in Suterode als auch in Katlenburg den klaren Wunsch der Anwohner, wieder Tempo 30 innerorts an der Kreisstraße einzurichten. In Suterode konnte dem Wunsch nun zumindest auf einem Teilstück von 200 Metern im Gefahrenbereich der Querung bei der Bushaltestelle entsprochen werden. Zunächst sei dies bis 30. Juni befristet, so Ahrens.

Uwe Ahrens

In Elvershausen wolle man die Verkehrsentwicklung nach Aufhebung der Umleitung erst einmal abwarten.

Eine dauerhafte Geschwindigkeitsreduzierung auf Tempo 30 ist für Lagershausen und Denkershausen nicht vorgesehen, teilt die Stadt Northeim mit. Für die pauschale Anordnung eines Tempolimits seien belastbare Gründe nötig, die in diesen Ortsdurchfahrten derzeit nicht gesehen werden, so die Begründung.

Die Stadtverwaltung hoffe darauf, dass die Einrichtung von Tempo-30-Zonen in Ortsdurchfahrten durch eine Änderung der Straßenverkehrsordnung demnächst erleichtert werde (siehe Hintergrund). (Rosemarie Gerhardy)

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