Skurrile Geschichten vom Workshop der Künstlergruppe „Kastenwesen“

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Stecken voller Ideen: Die „Kastenwesen“ (von links) Philip Dreher, Kilian Wilde, Stefan Winter und Lukas Wilde mit den Workshopteilnehmern im Geschichtskasten (von links) Marvin Mittwoch, Niklas Oelmann und Miguel Gamaschlag.

Bad Gandersheim. Es klingt ein wenig wie die Quadratur des Kreises, wenn die „Kastenwesen“ über das Leben eines Balles sinnieren. Beides natürlich nur als Wortspielerei gemeint.

Aber wenn hier das Runde (des Balles) auf das Eckige (der Kastenwesen) trifft, dann hat das mal so gar nichts mit Fußball zu tun, sondern trägt eine Menge geistreichen Wortwitz, viel gestalterische Fantasie und eine gehörige Portion Spaß in sich.

Das haben auch die zwölfjährigen Schüler Niklas Oelmann, Marvin Mittwoch und der 16-jährige Miguel Gamaschlag aus Bad Gandersheim gemerkt: Bei einem Ferien-Workshop der Künstlergruppe „Kastenwesen“ haben sich die Jungs prompt vom Ideenreichtum der vier Erlanger anstecken lassen.

Umringt von Kreativität

Kein Wunder – denn im Zelt der Künstler ist man umringt von Kreativität: Selbstgezeichnete Straßenkarten und Skizzen von Bad Gandersheim hängen an den Wänden, dazwischen stehen Mischpulte, ein Mikrofon sowie eine Gitarre neben Schlafsäcken und Feldbetten – an den Seiten Kaffeemaschinen und Zeichenblöcke. Eine spartanische Einrichtung zwar, aber mehr scheinen die jungen Männer während der Domfestspiele nicht zu benötigen, um sich zu entfalten und ihren Ideen freien Lauf zu lassen.

Im Mittelpunkt dieser Idee steht der Domplatz, auf dem vom 12. bis 21. Juli vier Künstler – ein Comic-Zeichner, ein Schriftsteller, ein Musiker und ein Performer – zehn Tage öffentlich in einem Zelt leben, schlafen und arbeiten: Die „Kastenwesen“. Das sind Lukas und Kilian Wilde, Philip Dreher und Stefan Winter. Das Ziel der Erlanger Künstlergruppe ist die Sammlung von Gandersheimer Geschichte, um ein Panorama der Stadt zu erstellen. An dessen Entstehung sollen die Bewohner der Stadt, Gäste, Darsteller und zufällige Besucher des Zeltes rund um die Uhr eingebunden werden.

Weitere Infos:

geschichtskasten.kastenwesen.com

So auch an diesem kreativen Nachmittag: Dabei heraus kam unter anderem die Geschichte eines missverstandenen Fußballes, dessen Tagesplanung sich vom einen Moment auf den anderen komplett verändert und der Bekanntschaft macht mit dem verrückten Wellensittich „Polly“, der in guter alter Hitchcock-Manier Bad Gandersheim terrorisiert.

Alles kleine Abwandlungen von gesammelten Geschichten der jungen Workshop-Teilnehmer, die sie in den nächsten Tagen in Comics, Texten oder Liedern umsetzen werden.

Öffentliche Ausstellung

Was am Ende dabei herauskommt, kann man neben all den anderen gesammelten Anekdoten der Stadt am kommenden Samstag 20. Juli, ab 18 Uhr und Sonntag, 21. Juli, ab 17 Uhr bei der Kunst-Ausstellung der „Kastenwesen“ bewundern.

Von Melanie Triesch 

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