Brückensperrung wegen des Autobahnausbaus

Anlieger in Oldenrode bekommen Ausweichroute

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Zufahrt nach Oldenrode: Für den Neubau der Autobahnunterführung wird sie gesperrt.

Oldenrode – Viele kritische Fragen zur Verkehrsanbindung von Oldenrode, Düderode und Oldershausen beim weiteren Ausbau der Autobahn 7 gab es am Donnerstagabend aus den Reihen der über 150 Zuhörer bei der Info-Veranstaltung von Autobahn-Ausbauer via Niedersachsen im Gasthaus Zwickert in Oldenrode.

Das wohl wichtigste Anliegen der Anwohner formulierte Albert Zwickert: „Bitte hängen Sie uns nicht ab.“ Die entscheidende Aussage des Abends: Anlieger aus den Orten dürfen die behelfsmäßige Verbindung zur B 248 südlich der Straße zwischen Oldenrode und dem Böhmerberg benutzen.

Albert Zwickert, Gastwirt in Oldenrode

Zwickert, Senior-Chef der Gaststätte, in deren proppenvollem Saal die Infoveranstaltung stattfand, sorgt sich wie alle anderen Einwohner der drei Dörfer um die Belastungen, die durch die gleichzeitige Sperrung von insgesamt sieben A-7-Unterführungen zur Bundesstraße 248 (HNA berichtete) verursacht werden.

Via Niedersachsens Geschäftsführer, Philipps Rossignol, sagte, dieser abschnittsweise Ausbau der A 7 sei durch das Bundesverkehrsministerium gewünscht worden.

Wie berichtet, plant Via Niedersachsen in Kooperation unter anderen mit der Gemeinde Kalefeld, dem Landkreis Northeim und der Polizei, während der Sperrungen der Unterführungen den ersten Wirtschaftsweg südlich der Verbindungsstraße zum Böhmerberg offen zu halten.

Der bisherige Feldweg soll auf einer Breite von fünf Metern mit einer Asphaltdecke versehen und die Durchfahrt unter der A 7 durch Tieferlegung auf vier Meter Durchfahrtshöhe erhöht werden, erläuterte der Technische Leiter des Autobahnausbaus, Heiko Töpfer.

Philippe Rossignol, Geschäftsführer von Via Niedersachsen

Außerdem gibt es Ausweichstellen für landwirtschaftliche Fahrzeuge. Die Einmündung auf die B 248 wird mit einer Ampel gesichert. Die Unterführung ist frei für Rettungsdienste, den Öffentlichen Personennahverkehr, den landwirtschaftlichen Verkehr und Lieferverkehr.

Ebenso dürfen Einwohner der drei Ortschaften, die zur B 248 wollen oder von dort kommen, den Weg benutzen. Das kündigte Heinrich-Wilhelm Szymanski als zuständiger Vertreter des Landkreises Northeim für den Straßenverkehr an.

Das ist unter anderen für Berufspendler aus den Orten wichtig, die beispielsweise jeden Tag zur Arbeit nach Kassel oder Wolfsburg fahren müssen. Allerdings wird der Weg nicht für den überörtlichen Verkehr geöffnet. „Den wollen wir ableiten. Es kann sich nur um Anliegerverkehr handeln“, betonte Szymanski.

Für Fußgänger soll ein Weg unterhalb des Autobahndamms angelegt werden, damit sie, wenn sie vom Böhmerberg nach Oldenrode beziehungsweise zurückwollen, nicht entlang der Bundesstraße 248 gehen müssen. Er soll im Winter beleuchtet werden.

Voller Saal: Über 150 Zuhörer wollten im Gasthaus Zwickert in Oldenrode erfahren, welche Auswirkungen die Brückensperrungen im Zuge des A 7-Ausbaus haben werden.

Wenn die Bauarbeiten planmäßig ablaufen, ist vorgesehen, später einen Fußgängerweg durch das Brückenbauwerk direkt zwischen Böhmerberg und Oldenrode einzurichten.

Der Technische Leiter Heiko Töpfer erwartet, dass die Bauarbeiten insgesamt bis etwa September 2022 andauern werden. Das sagte er auf Nachfrage des früheren Ortsbürgermeisters Falk Schwarz.

Heiko Töpfer, Technischer Leiter von Via Niedersachsen

Auf Nachfrage von Günter Spillner, wie mit Schäden an Straßen und Gebäuden umgegangen werde, die durch die Bauarbeiten verursacht werden, sagte Kalefelds Bauamtsleiter Eberhard Bohnsack, eine Aufnahme des gegenwärtigen Ist-Zustandes sei dokumentiert.

Via Niedersachsens Geschäftsführer Philippe Rossignol sagte, Schäden würden im Rahmen des „üblichen Beweissicherungsverfahrens“ aufgenommen und behandelt. Angeregt wurde zudem, in Höhe des Kindergartens in Oldenrode die Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer zu begrenzen.

Der Ortsbürgermeister von Oldenrode/Düderode, Volker Kubik, zog nach der Versammlung ein ganz zufriedenes Fazit. „Wir wissen, dass wir um die Bauarbeiten nicht herumkommen. Wichtig ist, dass die Beeinträchtigungen für die Bevölkerung so gering wie möglich gehalten werden.“ 

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