Zahl der Corona-Erstimpfungen steigt deutlich

Ansturm auf Impfstation in Nörten-Hardenberg

Großer Andrang beim Impfen: Lange Schlangen bildeten sich in Nörten-Hardenberg vor der Impfstation des Arbeiter-Samariter-Bundes.
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Großer Andrang beim Impfen: Lange Schlangen bildeten sich in Nörten-Hardenberg vor der Impfstation des Arbeiter-Samariter-Bundes.

Zum Teil chaotische Verhältnisse herrschten am Mittwoch bei der Impfstation des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) in Nörten-Hardenberg. Der Ansturm von Impfwilligen war so groß, dass sogar der Verkehr rund um die mobile Impfstation geregelt werden musste.

Nörten-Hardenberg – „Wir wurden von dem Ansturm überrascht“, war beim ASB zu hören. Es habe bereits zuvor zwei Impfangebote gegeben, da seien jeweils etwa 500 Impflinge je Termin gekommen. Doch nachdem nun die Landesregierung die Corona-Regelungen verschärft hätte, sei man nun regelrecht „überrannt“ worden.

Die genauen Daten von der Impfaktion am Mittwoch müsse der Landkreis mitteilen, dieser hat sie aber bis Redaktionsschluss am Donnerstag nicht bekannt gegeben. Die allgemeine Statistik des Landkreises weist von Dienstag bis Donnerstag ein Plus von 341 Erstimpfungen auf, ohne jedoch zu differenzieren, wo diese Impfungen verabreicht wurden. In den zwei Wochen zuvor zwischen dem 9. und 23. November waren es hingegen insgesamt nur 274 Erstimpfungen.

Ärztesprecher Wolfgang Boldt berichtet, dass in den Arztpraxen im Landkreis in den vergangenen Tagen deutlich mehr Erstimpfungen nachgefragt wurden. „Wir versuchen, Erstimpfungen sehr zeitnah durchzuführen, da es nach meiner Überzeugung eine entscheidende Rolle bei der Pandemiebekämpfung spielt, die Zahl der bisher ungeimpften Personen zu reduzieren“, so Boldt.

Trotz der langen Warteschlange vor dem mobilen Impfangebot am Mittwoch in Nörten-Hardenberg möchte die Kreisverwaltung aber an der Praxis festhalten, keine Termine zu vergeben. Es solle weiterhin ein niedrigschwelliges Angebot unterbreitet werden. Durch die Terminvereinbarung werde den Personen, die sich spontan und ohne Internetanschluss zu einer Impfung entschließen, die Möglichkeit genommen, heißt es in der Begründung.

Außerdem werde es voraussichtlich ab der 49. Kalenderwoche (ab Montag, 6. Dezember) die stationären Impfangebote in Einbeck und Wolbrechtshausen geben. Es sei davon auszugehen, dass der Ansturm sich dann auf die Mehrzahl der Tage verteilen und dadurch etwas geringer ausfallen werde, erklärte Landkreis-Sprecherin Saskia Binnewies. In den größeren Räumen der stationären Impforte, werde es dann auch Sitzmöglichkeiten geben, heißt es weiter in der Mitteilung. (Rosemarie Gerhardy)

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