Arbeitsagentur vermeldet Rekord-Tiefststand

Arbeitslosenquote im Kreis Northeim: Erstmals die Vier vorm Komma

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Der Eingang der Arbeitsagentur Northeim.

Vor dem Hintergrund, dass sich am Konjunkturhimmel erste Eintrübungen zeigen, hatte die Arbeitsagentur am Montag überraschend positive Zahlen für den Landkreis zu vermelden.

Erstmals überhaupt sank die Arbeitslosenquote kreisweit unter fünf Prozent. Erstmals steht mit 4,9 Prozent eine Vier vor dem Komma.

Auch in der Region Südniedersachsen ist mit 5,1 Prozent der niedrigste Wert seit der Wiedervereinigung vor 30 Jahren zu verzeichnen.

Im Landkreis Northeim sank die Zahl der Arbeitslosen im Laufe des Septembers um 162 Personen auf nunmehr 3470. Die Arbeitslosenquote ging um 0,3 Punkte auf 4,9 Prozent zurück. Gegenüber dem Vorjahresmonat sank die Zahl der Arbeitslosen um 109. Vor einem Jahr hatte die Quote kreisweit bei 5,1 Prozent gelegen.

„Auch wenn vermehrt Firmen Kurzarbeit angezeigt oder sich zumindest informiert haben, ist unser regionaler Arbeitsmarkt bisher weiterhin stabil“, kommentierte der Göttinger Agentur-Chef Klaus-Dieter Gläser die neuen Zahlen.

Ein Grund für den Rückgang der Arbeitslosigkeit im Landkreis sei, dass vermehrt junge Menschen unter 25 Jahren nach der Schule eine Ausbildungsstelle gefunden hätten. Auch junge Fachkräfte, die nach der Ausbildung nicht übernommen werden konnten, hätten nach der Urlaubsphase jetzt neue Arbeitgeber gefunden.

Auch hat es eine Steigerung bei den Weiterbildungsangeboten gegeben, insbesondere bei Sprachkursen für Asylbewerber. So befinden sich derzeit 202 Menschen in solchen Kursen, 37 mehr als im August.

Gesunken ist im Landkreis Northeim gegenüber August auch die Zahl der Unterbeschäftigten, und zwar um 141 auf aktuell 4966 Personen. Damit sank die Unterbeschäftigtenquote im Landkreis Northeim um 0,2 Punkte auf aktuell 6,9 Prozent.

In der Zahl Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen erfasst, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie sich zum Beispiel in einer Maßnahme der Jobcenter oder der Arbeitsagentur befinden.

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