Stadt will Kaufvertrag unter Dach und Fach bringen

Areal für Amazon-Verteilzentrum in Northeim soll 1,3 Millionen Euro kosten

Im Westen Northeims, im Bild neben und oberhalb der Betriebsgebäude der Energie-Netz Mitte des Energieversorgers EAM (Bildmitte) befinden sich die Grundstücke, auf dem das Amazon-Verteilzentrum entstehen soll.
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Im Westen Northeims, im Bild neben und oberhalb der Betriebsgebäude der Energie-Netz Mitte des Energieversorgers EAM (Bildmitte) befinden sich die Grundstücke, auf dem das Amazon-Verteilzentrum entstehen soll.

Northeim – Die Stadt Northeim will Nägel mit Köpfen machen und endlich den Verkauf der Grundstücke für den Neubau eines Amazon-Verteilzentrums unter Dach und Fach bringen.

Der Verkauf der für den Bau notwendigen Grundstücke im neuen Northeimer Industriegebiet-West an die Firma P3 Urban Germany steht im Mittelpunkt der nächsten öffentlichen Sitzung des Northeimer Finanzausschusses. Das Gremium tagt am Dienstag, 13. Oktober, ab 17 Uhr in der Northeimer Stadthalle.

Die in Luxemburg beheimatete Firma möchte im Industriegebiet das Verteilzentrum bauen, um es anschließend an Amazon zu vermieten. Der Kaufpreis für das 5,4 Hektar große Gelände soll laut Stadtverwaltung 1,32 Millionen Euro betragen. Dies habe ein Verkehrswertgutachten ergeben.

Die Stadt selbst muss im Gegenzug für die Erschließung der Gesamtfläche Industriegebiet-West auch Flächen bei Hammenstedt als Tauschland an die Klosterkammer plus einer Zuzahlung von 290 000 Euro abgeben. Die Klosterkammer ist bisherige Besitzerin vieler Flächen im neu entstehenden Industriegebiet. Der Investor soll das Gelände für das Verteilzentrum auf eigene Kosten erschließen. Sollten die tatsächlichen Erschließungskosten über der bisherigen Kostenberechnung eines Ingenieurbüros liegen (27,91 Euro/m² mit Fördermitteln oder 52 Euro/m² ohne Fördermittel) soll der vereinbarte Kaufpreis entsprechend reduziert werden, heißt es in der Beschlussvorlage. Der Kaufvertrag mit der Firma P3, heißt es weiter, werde ungültig, falls nicht bis 31. Januar 2021 der Bebauungsplan für das Gebiet Rechtskraft erlangt und eine Baugenehmigung vorliegt.  

(von Axel Gödecke)

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