15-Jähriger ist jüngster Züchter bei F 92: Hendrik Willms aus Hardegsen züchtet Englische Schecken

Augenringe sind erwünscht

Geschwister: Ab und zu werden auch ganz dunkle Englische Schecken geboren. Bei dem linken Tier ist die Schmetterlingszeichnung rund um die Kaninchenschnute gut zu sehen.

Hardegsen. Augenringe sind normalerweise die Folge von Überarbeitung, Stress oder durchzechter Nacht und keinesfalls etwas, auf das man stolz sein könnte. Doch bei Hendrik Willms aus Hardegsen liegt die Sache anders, denn er züchtet Englische Schecken, und bei denen sind ausgeprägte Augenringe ein Qualitätsmerkmal. Obwohl der 15-jährige Gymnasiast erst seit gut einem Jahr Mitglied des Moringer Tierzuchtvereins F 92 ist, kann er schon einige Erfolge und Pokale vorweisen.

Für Tiere hat er sich schon immer interessiert – letztendlich war aber ein Besuch bei einer Tierzuchtschau in Northeim Auslöser dafür, sich auf die Zucht von Kaninchen zu konzentrieren. „Weil der Moringer Verein eine super Jugendabteilung hat, bin ich dort eingetreten“, sagt Hendrik. Als jüngster Züchter des Vereins hat er sich eine nicht ganz einfache Rasse ausgesucht, aber gerade die Tatsache, dass man bei der Zusammenstellung der Zuchtpaare immer die besondere Fellzeichnung der Rasse im Blick behalten muss, findet er reizvoll.

„Ein wichtiges Merkmal ist der Schmetterling“, sagt Hendrik und deutet auf die dunkle Zeichnung rund um die Nase und den Mund eines seiner Tiere. Auch die Ohren, der so genannte Aalstrich auf dem Rücken und die Augenringe müssen schwarz sein. „Dabei dürfen in den dunklen Flächen keine hellen Haare sein, sonst bekommt man keine gute Wertung“, betont Hendrik.

Wichtige Schwärzlinge

Neben seinen schwarz-weißen Kaninchen besitzt er auch ein komplett schwarzes Tier. Das ist aber keinesfalls das schwarze Schaf unter seinen fünf Rammlern und vier Häsinnen – ganz im Gegenteil: Solche Schwärzlinge, die immer wieder mal in einem Wurf vorkommen können, haben für die Zucht eine ganz wichtige Funk- tion. Sie entsprechen zwar nicht dem Idealbild der Rasse, aber sie sorgen dafür, dass bei der Zucht die schwarze Farbe über die Generationen hinweg nicht verloren geht. Hendrik: „Wenn die Kaninchen zu hell werden, muss man ab und zu ein schwarzes Tier einkreuzen, damit die Zeichnungen kräftig bleiben.“

Und was sagen seine Freunde dazu, dass er Kaninchen züchtet? Für einen 15-Jährigen ist das ja doch ein ziemlich ausgefallenes Hobby.

„Die findet das gut“, sagt Hendrik. „Und wenn ich mal nicht da bin, übernehmen die sogar auch mal das Füttern.“

Von Niko Mönkemeyer

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