Ausstellung erinnert an Leiden der Sinti und Roma während der NS-Zeit

Moringen. „Aus Niedersachsen nach Auschwitz – die Verfolgung der Sinti und Roma in der NS-Zeit“ – unter diesem Motto ist im Mai in der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Moringen eine Wanderausstellung zu sehen, die über das Schicksal der 27 Sinti- und Romajungen informiert, die im Jugend-KZ Moringen inhaftiert waren.

Wie die anderen Häftlinge waren sie hier völlig entrechtet dem Terror der SS ausgesetzt und mussten bei unzureichender Ernährung und mangelnder Hygiene mehr als zehnstündige tägliche Arbeitseinsätze leisten.

Am 24. März 1943 wurden 21 von ihnen nach Auschwitz deportiert. Die waren im Lager gestorben oder später deportiert worden. Die Ausstellung wurde im Rahmen eines Kooperationsprojektes der KGS und der KZ-Gedenkstätte organisiert.

Die Eröffnungsveranstaltung, die am Donnerstag, 3. Mai, stattfindet und um 15 Uhr in der Mensa der KGS beginnt, soll zugleich erstmalig eine Gedenkveranstaltung für die aus Moringen deportierten Sinti und Roma sein. An diesem Tag ist die Ausstellung öffentlich zu sehen. Weitere Besichtigungen sind bis zum 12. Mai nach Anmeldung möglich. Die Führung durch die Ausstellung übernehmen dann Schüler der zwölften Jahrgangsstufe. (nik)

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