Kreisel im Gespräch

Gefahr an der B3-Kreuzung in Northeim: Sogar Polizei fordert Maßnahmen

Das Foto zeigt die Kreuzung Bundesstraße3/Hohnstedter Weg in Northeim aus der Luft.
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Die Kreuzung Bundesstraße3/Hohnstedter Weg in Northeim.

An der B3-Kreuzung in Northeim kracht es regelmäßig. Die Zahl der Unfälle ist derart hoch, dass die Polizei nun Maßnahmen fordert.

Northeim - In der Kreisstadt gibt es eine Kreuzung, die es in sich hat, was die Gefährlichkeit betrifft: Der Einmündungsbereich Hollenstedter Weg/B 3/Tschaikowskistraße am nördlichen Ortseingang von Northeim.

Die Unfallzahlen waren in den beiden vergangenen Jahren an dieser Kreuzung derart hoch, dass die Polizei dringend und erneut eine bauliche Entschärfung anmahnt.

Allein 2018 und 2019 hat es laut aktuellem Unfallbericht der Polizeiinspektion Northeim 21-mal an der Einmündung des Hollenstedter Wegs auf die B 3 gekracht. Die traurige Bilanz dabei: Es gab neben hohen Sachschäden auch sieben Leichtverletzte und sogar einen Schwerverletzten.

„Die Kreuzung ist und bleibt einer der Unfallschwerpunkte im Stadtgebiet von Northeim,“ betont Peter Schliep, Verkehrssachbearbeiter bei der Polizeiinspektion Northeim. Trotz diverser Maßnahmen, die erst kürzlich zum Beispiel durch Ummarkierungen vorgenommen worden seien, sei keine grundlegende Verbesserung der Situation eingetreten.

„Unter Hinweis auf die Unfallsituation auch der zurückliegenden Jahre sind hier aus polizeilicher Sicht bauliche Maßnahmen zu prüfen“, macht der Polizeihauptkommissar in seinem jetzt veröffentlichten Bericht der Unfallkommission der Polizei für das Jahr 2019 Druck auf die zuständigen Stellen wie die Straßenbaubehörde in Bad Gandersheim und die Stadt Northeim.

Peter Schliep

Auch Vorschläge macht die Polizei, wie die Situation entschärft werden könnte. Am wirkungsvollsten sei der Bau eines Kreisverkehrsplatzes als Kreuzungsersatz. Alternativen könnten nach Schlieps Ausführungen auch die Verkleinerung des Kreuzungsbereichs mit Schaffung einer Einfädelungsspur, der Rück- oder Umbau der am meisten von Abbiegeunfällen betroffenen Rechtsabbiegespur aus Richtung Hollenstedt sein.

Die Polizei bittet in ihrem Bericht sowohl die Gandersheimer Behörde, die für die Bundesstraße zuständig ist, als auch die Stadt Northeim als Verkehrsbehörde, Planungen aufzunehmen. Schliep: „Unabhängig von den Kosten sollte dabei die Wirksamkeit zur Bekämpfung der Unfallfolgen im Vordergrund stehen.“

Sowohl die Straßenbaubehörde Gandersheim als auch die Stadt Northeim sagen zu, die Kreuzungs-Situation unter die Lupe nehmen zu wollen. Einen Kreiselbau wollte Henning Hausmann vom Gandersheimer Amt nicht ausschließen. Ein paar hundert Meter weiter habe man so einen Unfallschwerpunkt beseitigen können. Die Stadt betont zudem, dass man bereits Abbiegespuren geändert und die Geschwindigkeit auf der B 3 lange vor der Ortstafel auf 50 km/h heruntergesetzt habe. (von Axel Gödecke)

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