Fahrgastverband Pro Bahn kritisiert Konzept

Zug-Anbindung zur Landesgartenschau Bad Gandersheim „völlig unzureichend“

Der Bahnhof in Bad Gandersheim wird bis zur Landesgartenschau im kommenden Jahr nicht barrierefrei ausgebaut.
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Der Bahnhof in Bad Gandersheim wird bis zur Landesgartenschau im kommenden Jahr nicht barrierefrei ausgebaut.

Als „völlig unzureichend“ hat der Fahrgastverband Pro-Bahn Südniedersachsen die Planungen des Landes Niedersachsen und der Veranstaltergesellschaft für die Verkehrsanbindung der Landesgartenschau (Laga) 2022 in Bad Gandersheim bezeichnet.

Bad Gandersheim - „Für eine solche landesweite Großveranstaltung erwarten wir ein klimagerechtes Mobilitätskonzept, das die Anbindung mit Bussen und Bahnen in den Mittelpunkt stellt“, erklärte der Pro-Bahn-Vorsitzende Gerd Aschoff jetzt in einer Pressemitteilung.

Nach seinen Worten seien tatsächlich alle Weichen dafür gestellt, dass die Menschen Bad Gandersheim während der Landesgartenschau monatelang per Auto besuchen. Grund: Laut Pro-Bahn sei die Anreise mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) leider in keiner der Eintrittskarten eingeschlossen.

Aschoff: „Somit verbleibt nur der reguläre Tarif im Verkehrsverbund Südniedersachsen, der mit dem Fünf-Euro-Ticket und den Tageskarten zwar relativ günstig ist, aber über die Landkreise Göttingen, Northeim und Holzminden nicht hinausführt.“

Ärgerlich sei auch, dass der jahrelang vernachlässigte Bahnhof Bad Gandersheim bis zur Gartenschau nicht barrierefrei ausgebaut werde und dass es das Land aus Kostengründen ablehne, Verstärkerzüge etwa aus Braunschweig und Hannover zu bestellen.

Einziger Lichtblick ist laut Aschoff der geplante Einsatz zusätzlicher Busse zwischen den Bahnhöfen Kreiensen und Seesen und dem Gartenschau-Gelände. „Es ist gut, dass die Defizite bei Land und Bahn erkannt wurden und die Busfahrpläne beim Verkehrsverbund verbessert werden“, lobt er den Aufgabenträger für Regionalbusse. Aber: Aus der Gesamtsicht sei es grob fehlerhaft, den Schienenverkehr außen vor zu lassen, so Aschoff abschließend.

Die Veranstaltergesellschaft der Landesgartenschau hat auf die HNA-Anfrage zum Thema nicht reagiert.  (kat)

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