Harzhorn, Tongrube Willershausen und Portal zur Geschichte nun unter einem Dach

Die antiken Kostbarkeiten des Landkreises Northeim sollen sichtbar werden

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Kloster Brunshausen: Dort ist das Museum „Portal zur Geschichte“ untergebracht. 

Bad Gandersheim  / Northeim -  Das Römerschlachtfeld am Harzhorn, die Tongrube in Willershausen und das Museum Portal zur Geschichte in Bad Gandersheim werden nun gemeinsam vermarktet.

Das ist Aufgabe von Oliver Draber. Der 48-Jährige ist seit drei Monaten Geschäftsführer der gemeinnützigen GmbH Praeteritum, deren Gesellschafter der Landkreis Northeim, die Gemeinde Kalefeld und die Stadt Bad Gandersheim sind. 

„Es gibt ein Wahrnehmungsproblem“, betont Draber. Trotz ihrer deutschlandweiten Bedeutung kennen schon viele Menschen im Landkreis Northeim weder das Harzhorn, noch die Tongrube oder das Portal zur Geschichte. Der Praeteritum-Geschäftsführer will deshalb mit dem Marketing „klein anfangen“. Zunächst will er die drei Ziele im Landkreis Northeim bekannter machen, dann in den Nachbarkreisen und schließlich in der weiteren Region. 

„Tagestouristen fahren etwa bis zu 100 Kilometer weit“, beschreibt er den Umkreis, den er am Ende vordringlich erreichen will. Allerdings schränkten geografischen Grenzen diesen Bereich im Osten und Westen etwas ein. Besucher vom östlichen Harzrand seien genauso schwer zu erreichen wie Gäste westlich der Weser. 

Die drei so unterschiedlichen kulturhistorischen Ziele gemeinsam zu bewerben, sei gar nicht schwierig, sagt Draber. Es gelte die Region als Ganzes zu bewerben. Es gehe nicht nur darum, historisch und kulturell interessierte Gäste anzulocken, sondern beispielsweise Wanderer und Mountainbiker, denen man dann auch vermitteln müsse: „Es lohnt sich wiederzukommen.“ Und zwar, weil man im Landkreis Northeim so einiges besichtigen kann, darunter auch das Römerschlachtfeld, die Tongrube und das Portal zur Geschichte. 

Wichtig sei, dass sich die verschiedenen touristischen Ziele in der Region nicht gegenseitig als Konkurrenz ansehen. „Da müssen wir hinkommen“, betont Draber. So könne es nicht sein, dass in der Tourist-Information in Osterode kein Info-Material über das Harzhorn ausliegt.

Oliver Draber an einem Altarbehang in der Ausstellung des Portals zur Geschichte im Kloster Brunshausen.

Wir planen eine Sonderausstellung zur Tongrube in Brunshausen“, nennt Praeteritum-Geschäftsführer Oliver Draber ein konkretes Projekt, das demnächst verwirklicht werden soll. Sie soll im kommenden Jahr realisiert werden.

Die Vorarbeiten seien bereits erledigt, gerade liefen die Vorbereitungen für Anträge auf Fördergeld.

Noch ein weiteres Projekt, das Draber gerade vorbereitet, ist der Bau einer Toilettenanlage an der Tongrube. Geplant sei der Bau einer Servicestation, in der neben Toiletten auch Platz beispielsweise für Werkzeug und andere Utensilien des Heimatvereins ist, der sich ehrenamtlich um die Tongrube bemüht.

Um beispielsweise Gruppen, die mit Bussen anreisen, für einen Besuch der Fossilienlagerstätte zu begeistern, seien Toiletten unerlässlich. Außerdem soll für die Tongrube eine neue Homepage erarbeitet werden. Bei all diesen Projekten sollen die ehrenamtlichen Helfer des Heimatvereins einbezogen werden, betont Draber.

Der laufende Ausbau des Rundwegs am Harzhorn läuft unter der Regie des Landkreises weiter, betont der Geschäftsführer.

Der langfristige Stufenplan zur Weiterentwicklung, der mit dem Bau eines Turms mit Ausstellungsräumen auf dem Harzhorn enden soll, werde weiter verfolgt.

Außerdem laufen die Planungen, wie insbesondere das Portal zur Geschichte im Kloster Brunshausen in die Landesgartenschau 2022 in Bad Gandersheim eingebunden werden kann. Das Gartenschaugelände in der Kurstadt reicht gerade bis Brunshausen

Überhaupt will Draber die Schau als Plattform nutzen, um auch die Tongrube und das Römerschlachtfeld bekannter zu machen.

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