Keine Möglichkeit Infektionsgefahr für Zuschauer, Darsteller und technische Mitarbeiter zu minimieren

Aufsichtsrat sagt Gandersheimer Domfestspiele wegen Corona ab

Bad GandersheimDomfestspieleStiftskircheTribüneFoto: Hillebrecht/nh
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Bad Gandersheim – Die Gandersheimer Domfestspiele finden nicht statt. Das haben Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung der gGmbH entschieden.

Wegen der unvorhersehbaren weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Gefahren für alle Akteure und Besucher sowie der betriebswirtschaftlichen Risiken sehe sich der Aufsichtsrat gezwungen, die Domfestspiele aufgrund höherer Gewalt abzusagen“, erläuterte der Aufsichtsratsvorsitzende Uwe Schwarz den einstimmigen Beschluss.

Uwe Schwarz, Aufsichtsratsvorsitzender derDomfestspiel-Gesellschaft

Alle öffentlichen Veranstaltungen seien verboten. „Wann sich das ändert und unter welchen Voraussetzungen die Domfestspiele dann durchgeführt werden könnten, steht in den Sternen und macht jede Planung unmöglich“, sagte Schwarz. Dieses Schicksal teilten die Domfestspiele mit vielen anderen, bereits abgesagten Sommerveranstaltungen.

In den nächsten Tagen sollten die Proben beginnen. „Dort wären die gesundheitlichen Risiken für alle Beteiligten viel zu groß“, sagt Intendant Achim Lenz. „Darsteller, Regisseure und Musiker sowie die Mitarbeiter von Technik, Kostüm und Maske wären im ständigen und engen körperlichen Kontakt.“ Auch in den Zuschauerreihen wären zwei Meter Abstand nicht einzuhalten.

„Wir wissen, dass die Absage auch für die Gastronomie und die Geschäfte in Bad Gandersheim katastrophal ist“, betonte Geschäftsführer Thomas Groß. Die Domfestspiele seien ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Region.

Auch für das Ensemble sei die Absage mit großen existenziellen Schwierigkeiten verbunden. „Für uns steht es deshalb an erster Stelle, allen unseren Beschäftigten in dieser schweren Zeit zur Seite zu stehen und eine Perspektive für die Zukunft zu geben“, sagt Intendant Lenz.

Sie seien das Rückgrat der Domfestspiele und ein Garant für deren Zukunft, ergänzte Geschäftsführer Groß. „Aus dieser Fürsorge und Verantwortung heraus bin ich seit Wochen in kontinuierlichen Gesprächen mit den Fördermittelgebern und Sponsoren.“

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