Spendensammlung für Wiederaufbau

Der Bad Gandersheimer Clusturm soll wieder auf seine alte Höhe wachsen

Der Clusturm oberhalb von Bad Gandersheim
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Der Clusturm oberhalb von Bad Gandersheim soll seinen Aufbau aus Holz wieder erhalten.

Der als Ausflugsziel beliebte Clusturm oberhalb von Bad Gandersheim soll bis zur Landesgartenschau im kommenden Jahr wieder komplett bis zu seiner ursprünglichen Höhe von 23 Meter aufgebaut werden.

Bad Gandersheim – Voraussetzung ist allerdings, dass rund 60. 000 Euro Spenden von den mit 240. 000 Euro veranschlagten Kosten eingeworben werden.

Derzeit steht auf dem Clusberg nur der Steinsockel des Turms mit einer Höhe von rund acht Metern – viel zu niedrig, um den Blick über die hoch gewachsenen Bäume auf die Stadt Bad Gandersheim auf der einen Seite sowie auf den Höhenzug Heber und sein Vorland auf der anderen Seite genießen zu können. Mit einem Holzaufbau, wie es ihn auch schon vor 120 Jahren gab, könnte er wieder eine Höhe von 23 Metern erreichen.

„Nachdem unsere Fraktion 2017 die erfolgreiche Bewerbung zur Landesgartenschau 2022 initiiert hatte, war uns klar, dass auch der Clusturm möglichst zur Landesgartenschau wieder stehen muss, weil er eine perfekte Ergänzung ist, und andererseits ein Wiederaufbau nach diesem Event eher noch unwahrscheinlicher wird“, sagte Oliver Brzink, der Vorsitzende der Grünen im Stadtrat im Vorfeld bei einem Ortstermin am Turm zur Eröffnung der Spendenaktion.

Getragen wird die Initiative zum Wiederaufbau durch die drei Fraktionen SPD, CDU und Grüne im Stadtrat. Ebenso engagiert sich die Bürgerstiftung dafür, dessen Vorsitzender Achim Lidsba eine Spende in Höhe von 1000 Euro für den Wiederaufbau übergab. Auch Oliver Brzink spendete 1000 Euro.

Oliver Brzink, Vorsitzender Stadtratsfraktion der Grünen

Bad Gandersheims Bürgermeisterin Franziska Schwarz (SPD) unterstützt ebenfalls das Projekt. „Es gibt eine Sehnsucht in der Bevölkerung nach dem Wiederaufbau. Viele Bürger haben hier oben schöne Stunden verbracht“, sagte sie jetzt beim Ortstermin.

Sie mahnte allerdings an, dass man sich schon jetzt Gedanken über die Art und Weise machen müsse, wie der Turm dann betrieben werden soll.

Die Stadt will einen Eigenanteil von 60. 000 Euro für die Kosten beisteuern, die bereits im Haushalt verankert sind. Die andere Hälfte der Kosten in Höhe von 120. 000 Euro soll über Förderantrage finanziert werden.

Achim Lidsba, Vorsitzender der Bürgerstiftung

Liane Schrader vom Museumsverein erinnerte an die Geschichte des Turms, der Kaiser Wilhelm I. (1797-1888) gewidmet war. Der Grundstein wurde 1875 gelegt. Fertiggestellt wurde er allerdings erst im Jahr 1900. Finanzierungsprobleme hatten den Bau verzögert. So gab es auch nur einen Sockel aus Stein, der obere Teil wurde in Holz ausgeführt.

Der Turm wurde ein beliebtes Ausflugsziel und ein Ort für Feiern, erst in einem Zelt, dann in einer einfachen Bretterbude, die 1924 durch das stabilere Gebäude der Clushütte ersetzt wurde. Sie bestand bis 1970, als sie wegen Baufälligkeit abgerissen werden musste. Das gleiche Schicksal erlitt einige Jahre später der hölzerne Aufbau.

Die Bürgerstiftung Bad Gandersheim hat für den Wiederaufbau des Clusturms ein Spendenkonto eingerichtet. Zweckgebundene Spenden können auf das Konto DE83 2789 3760 1027 8702 01 eingezahlt werden. (Hans-Peter Niesen)

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