Eröffnung des Freilufttheaters

Domfestspiel-Intendant Achim Lenz: Das Theater muss der Gesellschaft den Spiegel vorhalten

Sven Olaf Denkinger und Felicitas Heyerick im schwungvollen Musical „Die Drei von der Tankstelle“.
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Auftakt mit Happy End: Sven Olaf Denkinger und Felicitas Heyerick im schwungvollen Musical „Die Drei von der Tankstelle“, mit dem die Gandersheimer Domfestspiele am Freitagabend eröffnet wurden.

Auf die Bedeutung des Theaters für die Gesellschaft hat Intendant Achim Lenz bei der Eröffnung der Gandersheimer Domfestspiele am Freitagabend vor der Premiere von „Die Drei von der Tankstelle“ hingewiesen.

Bad Gandersheim – „Unsere Demokratie braucht das Theater“, betonte er. „Sie kann ohne das Theater nicht über sich selbst nachdenken.“ Die Zeit der Pandemie habe gezeigt, was  passiere, wenn es kein Theater gäbe: Die Gesellschaft drifte auseinander und die extremen Positionen nähmen zu. Das Theater gibt nach Lenz’ Worten die Gelegenheit, über sich selbst zu reflektieren. Der Gesellschaft werde von der Bühne aus der Spiegel vorgehalten.

Intendant Achim Lenz

„Wir machen das für Sie“, sagte er dem Premierenpublikum. Die Erarbeitung einer Inszenierung und die Probenarbeit seien kein Selbstzweck.

Auf das „ruinöse Berufsverbot“, das die Corona-Maßnahmen für die Künstler bedeutete, erinnerte der Aufsichtsratvorsitzende der Domfestspiel, Uwe Schwarz, betonte aber, dass im Vergleich zu den Opfern, die Corona gefordert habe, diese und andere wirtschaftlichen Folgen gering seien.

Dabei warnte er davor, die Pandemie für überwunden zu halten: „Es ist noch nicht vorbei.“ Die Delta-Variante entwickele sich rasant. Deshalb werde alles dafür getan, die Domfestspiele für Zuschauer und Ensemble zu einem sicheren Ort zu machen. Damit die Spielzeit bis zu Ende gespielt werden könne, werde es keinerlei Abstriche beim Hygienekonzept geben.

Auf die Bedeutung des Freilufttheaters für die Kurstadt wies Bürgermeisterin Franziska Schwarz hin. „Das war kein richtiger Gandersheimer Sommer“, sagte sie über das vergangene Jahr, als die Festspiele wegen Corona abgesagt werden mussten.

Mit den Worten „Mögen die Spiele beginnen“ nahm die niedersächsische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, Dr. Birgit Honé, die Eröffnung vor. Sie bezeichnete die Domfestspiele als Leuchtturm in der kulturellen Szene, der weit über Niedersachsen hinaus strahle. Deshalb unterstütze das Land sie gern. (Olaf Weiss)

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