Immobilie ist verkauft: Land kündigt baldigen Bezug an

Neuer Eigentümer: Nun doch Flüchtlinge ins ehemalige Kurhotel

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Soll nun doch Flüchtlingsheim werden: Das einstige Kurparkhotel Bartels Bad Gandersheim.

Bad Gandersheim. Das ehemalige Kurhotel Bartels am Rande des Bad Gandersheimer Kurparks soll nun doch eine Flüchtlingsunterkunft werden.

Das hat die Stadt Bad Gandersheim mit Berufung auf eine Meldung des Innenministeriums am Dienstag mitgeteilt.

Grund für die Wendung: Die Immobilie ist in diesen Tagen an einen Hotelbetreiber verkauft worden, der das einstige 100-Zimmer-Haus als Flüchtlingsunterkunft zur Verfügung stellen will. Der neue Betreiber beherberge und betreue bereits Flüchtlinge im Hotel Rosenthaler Hof in Duderstadt, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung weiter.

In Bad Gandersheim sollen Asylbewerber in der gleichen Konstellation wie in Duderstadt untergebracht werden. Mit der Inbetriebnahme sei frühestens ab kommender Woche zu rechnen, so die Stadtmitteilung. Zunächst seien 150 Flüchtlinge zu erwarten, deren Zahl sich nach und nach erhöhen soll.

Eine angemessene Beteiligung des Ehrenamts sei sehr erwünscht. Auch lädt die Stadt Bad Gandersheim für Donnerstag, 1. Oktober, ab 19 Uhr zu einer Einwohnerverssammlung in das Landgasthaus Köhler nach Altgandersheim ein.

An dem Abend sollen sowohl eine Vertreter des Innenministeriums, voraussichtlich Abteilungsleiter Dr. Alexander Götz, als auch der neue Unterkunftsbetreiber, Eckhard Melz, anwesend sein und Fragen beantworten.

Erst vor eineinhalb Wochen war der Plan geplatzt, in dem jetzt wieder zur Debatte stehenden Hotel in Bad Gandersheim ein Flüchtlingsheim einzurichten. Die Nachricht aus dem Innenministerium kam nur wenige Stunden vor der Eröffnung und hatte die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer schockiert, die in dem Haus mehrere Tage und Nächte gearbeitet hatten, um den jahrelang leerstehenden Hotelbau herzurichten.

Als Grund nannte das Ministerium, dass der damalige Besitzer den angeblich bereits ausgehandelten Mietvertrag unter anderem wegen der geforderten Brandschutzversicherung nicht unterzeichnen wollte. 

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