Domfestspiele: Roswitha-Ring geht an Franziska Becker

Freude über die Auszeichnung: Preisträgerin Franziska Becker (rechts) und Bürgermeisterin Franziska Schwarz. Foto:  Eriksen

Bad Gandersheim. Das Publikum hat in diesem Jahr die Schauspielerin und Musical-Darstellerin Franziska Becker als beste Darstellerin und damit zur Empfängerin des goldenen Roswitha-Rings gewählt.

Sie überzeugte als intrigante Milady de Winter im Musical „Die drei Musketiere“ und als Charlotta im „Kirschgarten“.

Die schlanke, elegante Brünette schien von der Wahl völlig überrascht und nahm die Trophäe aus den Händen ihrer Namensschwester, Bürgermeisterin Franziska Schwarz, glücklich lächelnd entgegen.

Die Laudatio hielt Intendant Christian Doll, der bereits 1998 gemeinsam mit Franziska Becker im „Kirschgarten“ in Wuppertal auf der Bühne stand. Becker studierte von 1992 bis 1996 an der Westfälischen Schauspielschule Bochum und ist unter anderem an großen Häusern in Berlin, Hamburg, Salzburg, Stuttgart und Wien aufgetreten.

Der Ring wird seit 1975 verliehen. Seit 1998 ist er ein Publikumspreis. In diesem Jahr standen zwölf Darstellerinnen zur Auswahl. Der Ring wird in Gedenken an Roswitha von Gandersheim verliehen, die im 9. Jahrhundert im Stift Gandersheim zahlreiche Dramen und geistliche Schriften verfasste und somit als erste deutsche Dramatikerin gilt.

Es ist Tradition, dass die Herren des Ensembles vor der Verleihung die Damen preisen. Jedes Jahr denkt man, dass die Beiträge des Vorjahres nicht zu toppen sind. Und jedes Jahr gelingt es den Darstellern doch, mit intelligenter Komik, mit Eleganz oder Tollpatschigkeit und mit witzigen und/oder schönen Liedern das Publikum zu Beifallsstürmen hinzureißen und manche Darstellerin zu Tränen zu rühren.

Einige der Schauspielerinnen hielten vorsichtshalber Taschentücher bereit. Welcher Herr welche Dame rühmen darf, wissen die Darstellerinnen vorher nicht.

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