Es wird geprüft, ob das Gebäude geeignet ist

Altes Hotel könnte Notunterkunft für Flüchtlinge werden

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Steht seit mehreren Jahren leer: Das ehemalige Kurpark-Hotel Bartels in Bad Gandersheim.

Bad Gandersheim. Im ehemaligen Kurpark-Hotel Bartels in Bad Gandersheim könnte in den nächsten Tagen eine Notunterkunft für Flüchtlinge eingerichtet werden.

Das hat Bürgermeisterin Franziska Schwarz am Freitag mitgeteilt. Damit sollen die Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes Niedersachsen unterstützt werden, die durch die steigende Zahl an Flüchtlingen überlastet sind.

„Wir prüfen derzeit, ob das Gebäude geeignet ist“, bestätigte ein Sprecher des Innenministeriums in Hannover. Das Ministerium ist für die Unterbringung der Flüchtlinge in Notunterkünften zuständig. Laut Mitteilung der Stadt Bad Gandersheim sollen die Flüchtlinge nur vorübergehend im Kurpark-Hotel untergebracht werden, bis ihre weitere Verteilung in Niedersachsen möglich ist.

Der Stadt entstehen weder finanzielle noch personelle Aufwendungen, heißt es. „Wir haben erst am Donnerstag von den Plänen erfahren“, sagte Schwarz auf Anfrage unserer Zeitung. Sie rechnet damit, dass eine niedrige dreistellige Zahl an Flüchtlingen in dem Hotel untergebracht werden könnte.

Das Kurpark-Hotel Bartels an der Dr.-Heinrich-Jasper-Straße steht schon seit mehreren Jahren leer. Einst gab es dort 96 Zimmer (48 Doppel- und 48 Einzelzimmer), die jeweils mit einem Bad ausgestattet waren. Die soziale Versorgung und Betreuung soll von Mitarbeitern einer Hilfsorganisation übernommen werden, vermutlich von der Johanniter-Unfall-Hilfe. Beim JUH-Landesverband in Hannover tagte dazu am Freitag ein Krisenstab.

„Bei der Notunterbringung von geflüchteten Menschen handelt es sich um eine humanitäre Aufgabe, der sich auch eine kleine Kommune wie Bad Gandersheim stellen muss“, erklärte Franziska Schwarz. „Wir wollen die Menschen, die aus Krieg und katastrophalen Situationen zu uns fliehen, hilfsbereit und freundlich aufnehmen.“

Die Notunterkunft in Bad Gandersheim wäre die erste zentrale Unterkunft im Landkreis Northeim. Ob es weitere geben wird, ist noch unklar. „Wir sind ständig auf der Suche nach möglichen Einrichtungen“, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Städte und Gemeinden seien dazu angehalten, dem Innenministerium mögliche Objekte zu melden.

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