Fund in der Nähe von Skegness

Englischer Stadtrat schenkt dem Harzhorn eine römische Münze

+
Bei der Übergabe der Münze: Kreisarchäologin Dr. Petra Lönne (von links), Bad Gandersheims Bürgermeisterin Franziska Schwarz, der Stadtrat von Skegness, John Byford, Kalefelds Bürgermeister Jens Meyer und die stellvertretende Landrätin Gudrun Borchers.

Bad Gandersheim. Der englische Künstler und Stadtrat aus der Bad Gandersheimer Partnerstadt Skegness, John Byford, hat am Tag des Offenen Denkmals der Gandersheimer Bürgermeisterin Franziska Schwarz eine römische Münze aus der Zeit der Römerschlacht am Harzhorn überreicht.

Das Besondere daran: Der passionierte Schatzsucher hat die mehr als 1700 Jahre alte Münze selbst auf einem Feld in der Nähe von Skegness gefunden.

„Ich fühle mich auf eine sehr wirkliche Art mit der Vergangenheit verbunden, wenn ich diese Münze in der Hand halte. Ich würde mich freuen, wenn die Besucher des Harzhorns eine Chance bekommen, diese Verbindung zu fühlen, wenn sie dieses wundervolle Stück Geschichte in der Hand halten“, sagte der Künstler bei der Übergabe am Sonntag.

Die Münze wurde im Jahr 226 nach Christus geprägt. Sie zeigt Kaiser Severus Alexander, in dessen Herrscherzeit von 222 bis 235 die Schlacht am Harzhorn fiel

John Byford findet es „absolut faszinierend“, dass eine Münze, die tausende Meilen entfernt in Rom geprägt wurde, durch ganz Europa und über den Ärmelkanal gereist ist, um in einem Feld in der Nähe von Skegness zuenden. „Und jetzt reist sie über den Kanal zurück zu diesem besonderen Ort, der ebenfalls von Schatzsuchern entdeckt wurde“, sagte er.

Seine Leidenschaft für die Schatzsuche geht schon auf das Jahr 1980 zurück. Damals schenkten ihm seine Eltern zu Weihnachten einen Metalldetektor. Seither geht er regelmäßig auf Suche.

Sein bislang bedeutendster Fund, ein Achsnagel eines Wagenrades aus der Spät-Eisenzeit, kann in einem Museum in der Nähe von London betrachtet werden.

Mit der Münze überreichte John Byford auch die offizielle Ausfuhrgenehmigung der englischen Behörden für die römische Münze. Bad Gandersheims Bürgermeisterin Franziska Schwarz freute sich sichtlich über das Geschenk. Die Münze symbolisiere ein Stück „den europäischen Gedanken“.

Mehr zum Römerschlachtfeld am Harzhorn gibt es in unserem Regiowiki.

Die Münze wurde im Jahr 226 nach Christus geprägt. Sie zeigt Kaiser Severus Alexander, in dessen Herrscherzeit von 222 bis 235 die Schlacht am Harzhorn fiel. Nach den Untersuchungen der Archäologen muss dies um das Jahr 230 nach Christus gewesen sein. Das in Vergessenheit geratene Schlachtfeld wurde 2008 wieder entdeckt und hat sich inzwischen zu einem Anziehungspunkt geschichtlich Interessierter entwickelt.

Nach Angaben von Northeims Kreisarchäologin Dr. Petra Lönne werden in diesem Jahr rund 4000 Besucher das Schlachtfeld besuchen. (zhp)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.