Schüler sollen nach Northeim wechseln

Aus für Förderschule am Osterberg in Bad Gandersheim

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Symbolbild Klassenraum

Wegen zu geringer Schülerzahlen soll die Osterbergschule Bad Gandersheim, eine von drei Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen, mit Ablauf des Schuljahres 2019/20 geschlossen werden.

Rechtsnachfolger wird die Erich-Kästner-Schule in Northeim, wo die Osterbergschülerinnen und -schüler auch beschult werden können, wenn die Eltern dies möchten.

Das empfahl der Schulausschusses des Landkreises Northeim in seiner Sitzung in der Außenstelle Nörten-Hardenberg der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Moringen mit acht Ja-Stimmen bei drei Nein-Stimmen der CDU und einer Enthaltung.

Abgelehnt wurde der Antrag von Christian Grascha (FDP), zu prüfen, ob eine spezielle Lerngruppe für die Schüler an der Oberschule Bad Gandersheim eingerichtet werden kann, wenn Eltern betroffener Schüler ihre Kinder dort beschulen lassen wollen.

Harald Seeger, Gruppenvertreter der Lehrkräfte der allgemeinbildenden Schulen im Ausschuss, kritisierte, eine Lerngruppe mache keinen Sinn, weil alle Schulen inklusiv unterrichten würden. Werner Thiele (CDU) forderte, die Förderschule zu erhalten. Beatrix Tappe-Rostalski (CDU) stellte vergebens den Antrag, die Schule vorerst zu erhalten und nach Lösungen zu suchen.

Landrätin Astrid Klinkert-Kittel (SPD) sagte, ihr sei die Vorlage zur Schließung nicht leicht gefallen. Aber der Landkreis als Schulträger sei gegenüber der Landesschulbehörde in der Verpflichtung. Sie fordere 13 Anmeldungen, es lägen aber nur vier vor. „Wir müssen die Ressource Lehrer optimal einsetzen.“

Besucht wird die Schule zurzeit von 37 Schülerinnen und Schülern. Die Prognose geht bis zum Schuljahr 2022/23 von nur noch 30 Mädchen und Jungen in den Jahrgängen 5 bis 10 aus.

Ein Großteil der Eltern habe sich für eine inklusive Beschulung und damit gegen das Förderschulangebot entschieden.

Einstimmig votierte der Kreisschulausschuss für den Erhalt der Heinrich-Roth-Gesamtschule in Bodenfelde. Um die Integrierte Gesamtschule (IGS) zu sichern, sollen umgehend Gespräche mit der Schulleitung und der Landesschulbehörde aufgenommen werden. Schulleiter Andreas Heinrich, der die Sitzung vor Ort verfolgte, dürfte erleichtert gewesen sein.

Auch in Bodenfelde gehen die Schülerzahlen zurück, die geforderte Dreizügigkeit pro Jahrgang ist nicht mehr gewährleistet.

So gab es im Schuljahr 2017/18 nur noch 38 Schülerinnen und Schüler im Jahrgang 5, 2018/19 waren es 40 und für 2019/20 sind es 43. Die Verwaltung: „Der leichte Anstieg ist nicht ausreichend, um die geforderte Dreizügigkeit zu sichern.“

Bei den zu führenden Gesprächen soll auch der Landkreis Kassel im benachbarten Bundesland Hessen eingebunden werden. Außerdem wird überlegt, die Schulstruktur in Uslar zu überprüfen, um den Standort Bodenfelde zu sichern.

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