Jägerschaft Gandersheim-Altes Amt kritisiert Regelungen

Gesetz zu Jagdzeiten macht Jägern Sorgen

Zogen Bilanz: Geschäftsführer Rainer Jörn (links) und Vorsitzender Dr. Manfred Bartels. Foto: privat/nh

Dankelsheim. Mit großer Beteiligung fand in Dankelsheim die Jahreshauptversammlung der Jägerschaft Gandersheim-Altes Amt statt. In seinem Jahresrückblick ging der Vorsitzende Dr. Manfred Bartels (Echte) auch auf die gegenwärtige jagdpolitische Diskussion ein.

In Bezug die geänderte Jagdzeiten-Verordnung seit Oktober vermissen die Jäger an einigen Stellen die Praxisnähe, so Bartels. Beispielsweise ist die Jagd auf den Dachs im August entfallen. Dieser Feind vieler Bodenbrüter hat erheblich zugenommen und wäre in dieser Zeit gut zu bejagen. Eine schlichte Katastrophe seien die Jagdzeiten-Regelungen bei den verschiedenen Gänsearten. Die Folge sind unerträgliche Schäden an Feldsaaten in Flussauen.

Mit Sorge sehen die Jäger die geplante Novellierung des Niedersächsischen Jagdgesetzes. „Die Jägerschaft ist zum konstruktiven Dialog bereit“, stellte Bartels in der Versammlung klar.

Im weiteren Verlauf wurde unter anderem über die Naturschutzaktivitäten der Jägerschaft berichtet, zum Beispiel über die Anbringung von Nisthilfen an einem Getreidesilo. Demnächst stehen Maßnahmen zur Biotoppflege in Opperhausen und anderen Revieren an.

Kreisjägermeister Dietmar Grüning und Jägermeister Joachim Voß berichteten über die jagdliche Situation in den 54 Revieren im Bereich Gandersheim, Kreiensen und Kalefeld. Hasen würden kaum noch bejagt und zumeist Opfer des Straßenverkehrs. Auf die Jagd von Rebhühnern werde vollkommen verzichtet.

Durch die an den Leitpfosten angebrachten Wild-Warn-Reflektoren sei die Zahl der im Verkehr getöteten Tiere leicht zurückgegangen.

Sorgen bereitet den Jägern die überraschend zügige Vermehrung der Wölfe im mittleren und nördlichen Niedersachsen. Ebenso wie der Luchs unterliegt der Wolf dem besonderen Schutz des Gesetzes, der von den Jägern absolut befolgt wird. 

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.